Archiv für September, 2006

Der aktuelle Presseclub

15.09.2006

LMS-News
Seit einiger Zeit bauen Ruben Schulze-Fröhlich und einige Mitstreiter an der Uni Augsburg E-Learning-Services auf. Eines der Projekte an der Professur für Medienpädagogik sind die LMS-News. Zielsetzung ist es, News, Berichte, Tests und alles andere rund um Lern-Management-Systeme in einer zentralen Plattform zu sammeln und potentiellen Interessenten Entscheidungshilfen zu bieten.
Die Idee ist alles andere als neu. Viele Fördergelder wurden in ähnlichen Projekten versenkt. Was Ruben & Co an finanziellen Mitteln fehlt, machen Sie mit Elan und Begeisterung wett.
Das sollte hier mal erwähnt werden.

Ebenfalls erwähnenswert ist, wie gut Stud.IP in den Einzeltests der Lernplattformen abschneidet. So gut wie jede muss sich den Vergleich mit Stud.IP gefallen lassen – welches anscheinend die Maßstäbe setzt.
Sehr interessante Lektüre also.

Im Augenblick lohnt sich der Besuch der Seite umso mehr, weil gerade ein launiges Interview mit mir erschienen ist, in dem es u.a. um Vorbrhalte von Hochschulen gegen Open-Source-Software und die Zukunft von Stud.IP geht.

Der Artikel findet sich hier.
Und bevor es jetzt Kommentare hagelt: ja, das Foto ist gruselig.
Ich kann aber nichts dafür, ich sehe nun mal so aus.

Financial Times Deutschland
Der Financial Times Deutschland lag gestern in Vollauflage ein Sonderheft bei: “VisAVis Economy”.
Ein fünfseitiger Artikel beschäftigt sich unter der Überschrift “Wissen intelligent managen” u.a. mit dem Einsatz von Lernplattformen in Unternehmen. Auf Seite 32 gibt es einen halbseitigen Kasten, der sich ausschließlich mit Open-Source in Unternehmen und dem Stud.IP-Ableger eP beschäftigt, gwürzt mit launigen Zitaten eines gewissen Herrn Bohnsack.

Auf der VisAVis-Homepage kann man das Heft kostenlos als ePaper bekommen.
Leider nur nach Registrierung, und der Download mit FireFox funktioniert auch nicht. Demnächst gibt es aber einen Scan in unserem Pressearchiv auf der Portalseite

Foxxy Gun?!

15.09.2006

Ruft eine ältere Dame früh morgens bei data-quest an und behauptet, sie wäre Foxxy Gun.
Hä?
Danach fürchterlich aufgeregtes Stottern und Stammeln.
Zeige mich irritiert, muss mehrfach nachfragen.
Und zwischendurch ein wenig trösten und aufbauen:
sie ist vor Aufregung den Tränen nahe.
Stellt sich heraus, dass die alte Dame Ursula Meier (solche Namen werden heute gar nicht mehr gebaut!) heißt und für die Firma DoKsiGum (Name ganz leicht verfremdet) arbeitet.

Das hört sich nach Kaugummipapier oder Reifenservice an.
Nein, sagt die Ursula, die machen so Finanzdingens.
Was genau hat sie aber gerade vergessen.
Ob sie mir was faxen darf.
Ob nicht was im Netz steht, will ich wissen
Da wird Frau Meier noch unsicherer –
anscheinend ist ihr das Internet nicht geheuer.

Normalerweise nutze ich das Abkanzeln von Telefonmarketieren gerne dazu mal den ekligen Boss raushängen zu lassen, aber ich habe ja ein Herz für alte Damen, sie darf mir also was faxen und morgen noch mal anrufen.
Sie freut sich einen Ast, so als könnte sie es gar nicht glauben.
Bedankt sich tausendmal.
Schiebt zwischendurch noch ein, dass das Wetter ja so toll ist –
herrje, noch zwei Minuten und sie hätte von ihren Enkeln erzählt!

Fünf Minuten und einen Kaffee später ruft Frau Meier noch mal an.
Fragt kleinlaut, ob sie meine Faxnummer haben dürfte.
Das hat sie in der Aufregung ganz vergessen.
Darf Sie.

Sie hat dann auch gleich was gefaxt.
Nämlich ein weißes Blatt Papier.
Meine Güte, Ursula, die bedruckte Seite kommt nach unten ins Gerät!
Und am nächsten Tag angerufen hat sie auch nicht.
Fühlte mich versetzt.
Offensichtlich kann sich DokSiGum ein eigenes Callcenter leisten.
Mit genau einer Agentin: der Mutter des Geschäftsführers.

Goe is 1337 – 20K!

15.09.2006

Auf dem Developerserver erklären Tobias und Nils gerade dem Rest der Entwickler, was 1337-Speak ist.
“1337” ist die Schreibweise auf cool für “Leet”, was wiederum die falsche Schreibweise von “Elite” ist.
Warum auch immer.
Netznutzer werden halt manchmal komisch.

Was ich nun ganz persönlich witzig finde: bei meiner letzten Arbeitsstelle hatte ich die Personalnummer 1337 und die Kartennummer 137. Von daher passt das mit der Elite also schon… :-)

Um beim Leet-Speak zu bleiben und die kryptische Überschrift dieses Beitrags zu erklären:

WIR HABEN ES GETAN.
Ganz feierlich.
Die 20.000 Nutzerin des Göttinger Stud.IPs begrüßt.

Damit ist Stud.IP-Göttingen die größte Installation in Deutschland.
Besonders bemerkenswert: die Nutzung ist in Göttingen nicht verpflichtend. Dozierende und Studis nutzen das System freiwillig. Das gibt der 20.000 noch eine ganz besondere Note.

Während der Feierstunde hat mir die geehrte Jubilarin fast ein wenig Leid getan.
Irgendwie schien es ihr unheimlich zu sein, dass der Vizepräsident der Uni Göttingen, der Leiter des Learning Ressources Centers und der Leiter der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek schwungvolle Reden zu ihren Ehren hielten.
Sie hat sich aber trotzdem sehr gut gehalten und sich im Namen aller anderen 19.999 NutzerInnen für Stud.IP in Göttingen bedankt – und betont, dass Sie doch eigentlich nichts gemacht hat, außer sich anzumelden.

Schließlich wurde die Gunst der Stunde genutzt, um die arme Frau von allen Seiten mit Geschenken zu bewerfen: VP Hoppe überreichte einen gigantischen Blumenstrauß, es gab eine fesche Urkunde, ein unikates T-Shirt mit Stud.IP-Logo und der Unterschrift “Ich bin die 20.000″ sowie einen, von data-quest gesponserten, IPod.

Feierliches Bewerfen mit Präsenten
Von links nach rechts: VP Markus Hoppe, die 20.oooste Nutzerin, SUB-Leiter Elmar Mittler, ZEM Leiter Martin Traub, LRC-Leiter Tobias Möller, data-quest Chef (ich).

Anschließend Sekt, Selters und Presseinterviews.
Diesen Tag wird die Dame nicht so schnell vergessen, vermute ich mal.
Wir auch nicht.

P.S.: Trier steuert gerade auf die 10.000 zu.
Vielleicht müssen wir noch mal sehr ernsthaft über die Stud.IP-Merchandising-Artikel nachdenken.

Ein kleiner Schritt in die Untiefen der Blogosphäre

13.09.2006

Ich kann es kaum glauben!
Nachdem ich nun schon seit einem Jahr die News-Funktion des Göttinger Stud.IP als Blog mißbrauche, schreibe ich tatsächlich einen Eintrag in ein echtes Blog! In unser wunderbares, blütenweißes, fast unbenutztes Stud.IP-Blog! Das duftet sogar noch ganz frisch!
Dieser erste Schritt in die vielbeschworene und unheimliche Blogosphäre ein recht kleiner – eigentlich hatte ich mir salbungsvolle Worte zur Einweihung überlegt, finde aber nun einfach nicht die Zeit diese niederzuschreiben.

In der Stud.IPosphäre (Notiz an mich selbst: besseren Namen ausdenken) geht es nämlich richtig rund. Nachdem nun viele aus dem Urlaub wieder da sind, ist es erstmal an der Zeit zu feiern: morgen wird die 20.000ste Göttinger Stud.IP-Nutzerin geehrt.
Und danach geht es weiter: mit der Stud.IP-Tagung. Und dem CampusSource-Workshop. Und dem VEBN-Praxistag.
Undundund… wieviele Stunden hat der Tag nochmal?

Trotzdem sage ich jetzt einfach mal: demnächst mehr….

#1 Ein offenes kommunikatives System für alle.

11.09.2006
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Raffael: Die Schule von Athen

Platon, Aristoteles, Euklid, Diogenes, Pythagoras und Zarathustra, um nur einige zu nennen, waren schlaue Kerlchen, die sich betimmt allerlei zu erzählen gehabt hätten. Aber damit sie sich zu einer gemütlichen Klönrunde treffen konnten, mussten sie ein gutes Dutzend Jahrhunderte warten, bis Raffael sie in der Schule von Athen versammelte. Heute nennt man dergleichen virtuellen Raum oder prosaischer: Kommunikationsplattform. Die überbrückt zwar keine Jahrhunderte, aber sie führt Menschen zusammen, die sich nicht zur gleichen Zeit am gleichen Ort aufhalten. Der Vergleich mit Größen der Antike und Rennaissance mag etwas pathetisch daherkommen, aber auch hier geht es um etwas Grundlegendes. Die Stud.IP-Philosophie.

Mit der Umstellung auf das neue Entwicklungsmodell im letzten Jahr habe ich gewagt die Frage zu stellen: Was sind eigentlich die Grundsätze von Stud.IP? Das, was für uns die Seele der Software darstellt? Das, was bei allen Erweiterungen, Umbauten und Ergänzungen nicht verloren gehen darf? Herausgekommen ist nach erstaunlich kurzer Diskussion eine Liste von sieben Grundsätzen. Deren erster lautet:

Ein offenes kommunikatives System für alle.

Stud.IP-Nutzer sind nicht allein in den Weiten des Netzes, sondern haben die Möglichkeit, sich im Austausch mit anderen einzubringen. Aktivität steht gegenüber passiver Informationsaufnahme im Vordergrund. Alle NutzerInnen haben die gleichen Grundfunktionen und werden gleichrangig behandelt.

Die Frage “Ja, was denn sonst?” ist nur ansatzweise angebracht. Zwar hat heute auch der letzte E-Learning-Prophet gemerkt, dass neue Schläuche den Nürnberger Trichter nicht plötzlich zu etwas machen, das erfolgreich Wissen und Bildung in die Köpfe der Menschen bringt. Lernen ist ein sozialer Prozess und E-Lernen ergo ein sozialer elektronischer Prozess, der nach adäquaten elektronischen Ausdrucksmöglichkeiten verlangt. Die Natur hat die Menschen ohne Ansehen ihrer Rolle mit den gleichen Grundfunktionen ausgestattet und sie überlässt es ihnen, die Regeln ihrer Kommunikation selbst auszuhandeln. Aber dennoch folgt die Masse der E-Learning-Software einem anderen Modell, das vorgefertigtes Wissen in den Mittelpunkt stellt und sich angestrengt bemüht, den Konsumprozess in leicht handhabbare Bahnen zu lenken. Als spiced ham der kostengünstigeren Massenversorgung wegen in Dosen gepresst unters Volk geworfen wurde, hielt man das für eine revolutionäre Ernährungsidee. Heute ist Spam zum Inbegriff für unverdauliche “Information” geworden, mit der wir von allen Seiten unerwünscht und ohne Abwehrmöglichkeit beworfen werden. Wollen wir hoffen, dass dem Begriff E-Learning nicht das gleiche Schicksal widerfährt.

Wir glauben nämlich an die Schule von Athen, den virtuellen Ort, an dem Menschen voneinander und miteinander lernen und der die realen Orte, an denen wir miteinander reden und einander zuhören, ergänzt. In seinem Kern ist Stud.IP für uns ein solcher Ort.

Dieser Beitrag wird fortgesetzt in: Studierende erst nehmen.

the famous first entry … oder so.

11.09.2006

so, Stud.IP bloggt.

.. nicht das ich da schon seit ca. zwei Jahren von rede, aber manches braucht halt seine Zeit und das hier ist nicht meins sondern das aller CoreGroup-Mitglieder und das freut mich besonders! … irgendwie sind wir ja auch schon zu alt und in den Institutionen angekommen (Firma, Hochschule, Bibliothek usw) um an dem Web2.0-Hype teilzunehmen.

was hier zu lesen sein wird? keine Ahnung, sicher aber Anündigungen zu neuen Versionen, Tagungen und ählichem … und wenn’s gut läuft sicher auch das eine oder andere persönliche.

Hier und da muss ich noch am Template basteln. erinner mich mal wer daran.

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