Archiv für August, 2010

Coding for Escherode

22.08.2010

Und schon ist das Codecamp wieder vorbei, kaum dass es begonnen hat. Als erstmaliger Teilnehmer am sommerlichen Kreativmarathon waren es eine ganze Menge frischer Eindrücke, die ich da vom 20.-22.08.10 sammeln durfte.

Ich hatte vom letztjährigen Event Gutes gehört, war aber noch ein bisschen skeptisch. Eine Vegetarierkommune? Mitten im Nirgendwo? Keine Duschen? Naja, mal abwarten, was das werden sollte.

Zum Glück fand ich schnell eine Mitfahrgelegenheit vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe zur Location in Escherode (an dieser Stelle nochmal Danke an Sabine Scheele). Und da kam die erste Überraschung. Wunderschöne Fachwerkhäuser, idyllische Landschaft und so weiter. Die Aussicht von der Zeltwiese bis nach Kassel (auf den Herkules?) war super und die gesamte Anlage lud zum gemütlichen Aufenthalt ein. Der Bauwagen à la Peter Lustig oder die Gewächshäuser passen irgendwie wunderbar in das stimmige Bild der Kommune.

Wir erfuhren auch bald, dass es jetzt seit kurzer Zeit sogar Duschen da gibt, wieder ein Vorbehalt weniger. Spätestens das erste Abendessen am Freitag räumte auch meine Vorurteile gegen das vegetarische Essen aus. Auch ich als bekennender Grillfan kann ohne schlechtes Gewissen sagen, dass es bei den gAstwerken ganz leckeres Essen in mehr als reichlichen Portionen gibt. Wir wurden herzlich aufgenommen und großzügig verköstigt.

Das ganze Wochenende war deshalb eine Rundum-Wohlfühl-Packung, in der frei von den Zwängen des Alltagsgeschäfts zusammen programmiert, diskutiert, entworfen, geschrieben und installiert wurde. Der Spaß kam natürlich nicht zu kurz dabei, neben der wie immer gigantischen Community-Atmosphäre gab’s auch noch Highlights wie das Singstar-Duett von André und Arne zum Thema Nirvana – Smells like teen spirit (ja Arne, meine Kamera kann auch Videos aufzeichnen :-D ) oder die außerirdisch guten GuitarHero-Künste der beiden data-quest-Headbanger Marco und Stefan.

So wohl hab ich mich außerhalb meines Zuhauses selten gefühlt und ich war richtig produktiv. Was wir da zusammen für einen Berg an StEPs, BIESTs, neuen Icons und so weiter abgearbeitet haben, zeigt am besten die Timeline der Änderungen: http://trac.studip.de/timeline?from=08%2F22%2F10&daysback=2.

Sollte das Codecamp nächstes Jahr wieder bei den gAstwerken stattfinden: Ich bin definitiv dabei! Und gäbe es jetzt einen “Gefällt mir”-Button, würde ich den drücken. Stattdessen sage ich es mit Rasmus’ Wort des Wochenendes: LIKE.

P.S.: Danke an Marco für die Organisation und an die gAstwerker für die Unterbringung und Verpflegung! Jetzt ist der Stud.IP-Akku wieder randvoll :-)

Fax und Folien

21.08.2010

Eigentlich sind die Anforderungen an einen Ort für das CodeCamp sehr moderat: Ein großer Raum, Strom, Internetanschluss und ausreichend Kaffee reichen (fast) schon. Für viele Betreiber von Seminarzentren waren diese geringen Anforderungen zu groß.

„Und in 2010 suchen wir uns was schönes in Küstennähe“, verkündete ich nach dem Codecamp 2009. Dazu kam es leider nicht. Entweder waren die Seminarzentren bereits ausgebucht, als der Termin für das SommerCodeCamp feststand, oder – weitaus häufiger – war kein Internetanschluss verfügbar.

Von über 50 Anfragen an Häuser, die sich selbst als „moderne Seminar- und Tagungsorte“ bezeichnet hatten, kamen zwei Drittel mit der Anmerkung zurück: Internet nicht verfügbar. Ein Ausschlusskriterium. Auf Nachfrage, wie fehlendes Internet zum Selbstverständnis eines „modernen Seminarzentrums“ passt, antwortete ein Betreiber allen Ernstes: Ein Faxgerät und Overheadprojektor seien ja verfügbar.
Na dann.

So kam es, dass das CodeCamp 2010, genau wie im Vorjahr, auf dem Gelände der Kommune gAstwerke (www.gastwerke.de) stattfand. Die freundlichen Gastgeberinnen, perfekte Verpflegung, gute Ausstattung, großzügige Räumlichkeiten, günstige Preise und Flexibilität im Hinblick auf die Teilnehmerzahl machen die Gastwerke zu einem perfekten Ort für das CodeCamp. Da muss ich es dann verschmerzen, dass die Kasseler Berge halt nicht an der See liegen.
Aber das fällt leicht. Neben den anderen Vorzügen der gAstwerke hat sich mittlerweile eine echte Freundschaft mit den gAsterwerklerinnen gebildet hat – Open Source Entwicklung ist halt auch ein wenig alternativ.
Es steht die Überlegung im Raum, das CodeCamp jedes Jahr dort durchzuführen. Ich hätte nichts dagegen, aber das hängt natürlich in erster Linie davon ab, was die Entwicklerinnen und Entwickler wollen.
Wer von den hier Mitlesenden einen ähnlich geeigneten Ort kennt, kann diesen bitte an vorstand@studip.de schreiben.

Muss:
- Großer Raum mit Tisch und Strom für 15 – 20 Leute
- Vollverpflegung
- Günstig(!)
- Strom
- Internet (!!!)
- Platz für Zelte oder ein Raum für Übernachtung im Schlafsack

Nice to have:
- An der See ;-)