Stud.IP 4 ist da!

Puh, das war ein langer Weg. Eigentlich sollte Stud.IP 4 ja schon im vergangenen Herbst rauskommen, aber die wirklich umfangreichen Änderungen haben eine längere Qualitätssicherungsphase gebraucht als geplant.

Die großen Änderungen, das waren vor allem die Umstellung auf UTF8, die nach einem holprigen Start in einer kollektiven Anstrengung von der Community glattgezogen werden musste.

Zum anderen war es die, bei data-quest komplett neu entwickelte, Dateiverwaltung und ihre Anbindung an Clouddienste, die für Verzögerungen gesorgt hat. So eine Cloudanbindung braucht immer auch ihr Gegenstück auf der anderen Seite, und die Anbindun von Stud.IP an Powerfolder und Owncloud/Nextcloud sollte so bequem und vor allem so sicher sein, wie es der Stand der Technik erlaubt. Hier hat data-quest viel mit den entsprechenden Dienstleistern und Communities zusammengearbeitet, um das gemeinsam hin zu bekommen. Die Zusammenarbeit war super – brauchte aber Zeit.

Noch mehr Zeit brauchte das Testen. Wenn man zig Testsysteme auf unterschiedlichstem Stand gegeneinander laufen lässt, zickt mit Sicherheit immer irgendeine Schnittstelle herum. Dann heißt es wieder: Ursachenforschung, Fehlberbehebung, weitertesten und das Ganze wieder von vorn.

Gerade beim Dateibereich durfte da nichts schiefgehen. Er ist eine der wichtigsten Funktionen in Stud.IP, der muss einfach reibungslos und fehlerfrei laufen. Letztlich haben die Entwickler bei data-quest in den letzten vier Monate nichts anderes gemacht als das Release zu polieren, zu testen und weiter zu polieren. Die CoreGroup hat dabei unterstützt wo es ging, ist aber auch schon bei den Arbeiten zur nächsten Version. Aber erstmal musste nun die 4.0 aus der Tür.

Stud.IP steht in dem Ruf weitgehend bugfreie Releases zu veröffentlichen, und das soll auch für Stud.IP 4 gelten. Ja, wir haben den Anspruch, das auch „Punkt Releases“ richtig gut werden und nicht alle warten müssen, bis eine einsetzbare Version X.1 rauskommt.

Es wurden nicht nur gefühlt 2.000 Bugs erlegt, die längere Entwicklungszeit hatte durchaus noch weitere Vorteile. So hatten die Entwickler/innen Zeit, die wichtigsten Plugins für Stud.IP 4 anzupassen. Ältere Plugins laufen nämlich u.a. wegen der UTF8-Umstellung nicht einfach so mit Stud.IP 4. Da in den letzten Monaten nun aber schon schon drei Hochschulen auf Version 4 umgezogen sind und drei weitere für ein Update in den Startlöchern stehen, gibt es auf dem eingebauten PluginMarktplatz (der auch unter http://plugins.studip.de erreichbar ist) schon fast alle wichtigen Plugins in der neuen Version.

Mit Software ist es wie mit Texten: Irgendwann muss man sie in die Freiheit entlassen. Stud.IP 4 ist nun in der Welt, wir sind gespannt, was die davon hält.

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