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Stud.IP-Tagung 2014: Rückschau (1)

Im Zeichen der 3: Lobby der Tagung, am Vorabend.
Dominiert von der „3“: Foyer der Tagung am Vorabend. Morgen treffen sich hier über 100 Gäste aus ganz Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Neuseeland.

Seit 2002 richtet data-quest die Stud.IP-Tagung aus. Über die Zeit haben wir uns kontinuierlich gesteigert und versucht immer besser zu werden. Wir laden die Menschen, die uns wichtig sind, nach Göttingen ein, um in entspannter Atmosphäre zu zeigen, was Stud.IP ist und was es kann. Die Tagung ist das Aushängeschild von Stud.IP, und deshalb liegt uns das Gelingen sehr am Herzen.

Die Tagung im vergangenen Jahr war schon spitze, und ich war mir sehr sicher, dass die nicht zu toppen wäre. Zumal uns zwischenzeitlich unsere langjährige Tagungsorganisatorin Claudia Krell verlassen hat, und in diesem Jahr ein ganz neues und junges Team die Vorbereitung und Durchführung der Tagung übernommen hat.

Das data-quest Tagungs- und Serviceteam unter Leitung von Angelika Fuchs (rechts).

Das Tagungsteam unter Leitung von Angelika Fuchs (rechts).

Tja.
Was soll ich sagen? Das neue data-quest-Tagungsteam, bestehend aus Annika Giehl udn Christiane Gebhardt hat unter Leitung von Angelika Fuchs einen hervorragenden Einstand hingelegt. Dabei wurde das Vorjahr noch übertroffen: Die Tagung 2014 war, laut Umfrage und gefühlt, tatsächlich noch besser als 2013. Dabei ist längst nicht alles glatt gelaufen – Bäckereien haben ganze Lieferungen vergessen, Dinge sind verschütt gegangen und Internetverbindungen haben gestreikt. Aber das war alles hinter den Kulissen, von den Gästen hat das niemand bemerkt. Wenn etwas reibungs- und mühelos aussieht, steckt meist harte Arbeit dahinter, und das Team hat hart dafür gearbeitet und akribisch geplant und vorbereitet.

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Schon der Empfang am ersten Tag funktionierte perfekt – keine Selbstverständlichkeit, wenn 100 Gäste fast gleichzeitig eintreffen. Hier arbeitete das Team perfekt – kein Gast musste länger als zwei Minuten warten, bis die Registrierung durch war und eine Tagungsmappe und ein Handtuch in Empfang genommen werden konnten. Handtuch? Oh ja – immerhin besteht die Stud.IP-Gemeinschaft aus Leuten, die wissen wo ihr Handtuch ist. Außerdem haben wir die Version 3 von Stud.IP in trockenen Tüchern, also passt das doppelt.

Kleiner Gag: Jeder Gast bekam ein Handtuch am Empfang.

Kleiner Gag: Jeder Gast bekam ein Handtuch am Empfang.

Ein Besonderes Dankeschön gebührt natürlich dem Stud.IP e.V. für die Hilfe und Unterstützung der Tagung sowie den Referentinnen und Referenten, die ein superinteressantes Programm gestaltet haben.

Im Eröffnungsvortrag, den Cornelis Kater und ich gehalten haben, berichteten wir über Aktivitäten des Vereins sowie die Neuigkeiten in der 3er-Linie von Stud.IP. Stud.IP 3.0 brachte viele Änderungen unter der Haube mit, Stud.IP 3.1 überzieht das ganze mit einer neuen, entschlackten und zeitgemäßen Oberfläche und neuen Funktionen. Jesko Thiel hat dazu einen Film gemacht, der ein kleines Meisterwerk in sich ist. Er zeigt im Schnelldurchlauf, was alles neu ist:

Nach diesem Start ging es weiter mit Cornelia Roser, die der Frage nachgegangen war, welche Rolle eine eLearningplattform (was ja nur ein Einsatzzweck von Stud.IP ist) in der Strategie einer Hochschule spielen kann und wie man dies z.B. über Zielvereinbarungen fixieren kann.

Nadine Kasten von der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen sowie Philipp Ballhausen und Markus Werner von CPM-Systems stellten das Projekt „Integriertes, personalisiertes Studienberatungstool“ (IPS) vor, das gemeinsam mit dem IHB und unter der Leitung von fata-quest entwickelt wird. Das IPS holt sich Daten aus unterschiedlichen Teilsystemen der Hochschule (In Göttingen: Flexnow, HIS-LSF, Stud.IP) und ermöglicht die zielgerichtete und personalisierte Zusammenstellung von Stundenplänen. Es zeigt, was schon erfolgreich belegt wurde und was noch offen ist, gibt Empfehlungen und stellt Zeitpläne auf. Ein tolles Instrument, was einem echt bei der Planung des Studiums helfen kann.

Wir hatten wieder bestes Wetter bestellt: An Stud.IP-Tagungen scheint immer die Sonne.

Was es zu beachten gilt, wenn man auf eine 3er-Version umsteigt, davon berichtete Dr. Ulrich Zukowski von der Uni Passau. Die hatte den ganz harten Schritt gemacht, denn dort war man von Stud.IP 1.3 (einer Version aus dem Jahr 2006!) umgestiegen auf die 3.0. Das hat auch alles gut geklappt, so das Zukowski jetzt, wenige Wochen später, schon fragte „Umstieg? Welcher Umstieg? War da was?“

Stud.IP entwickelt sich zum Open-Source-Campusmanagementsystem. Die Polizeiakadmie Niedersachsen nutzt es bereits für Student-Lifecycle- und Alumnimanagement, wie Wiebke Lotz und Kriminalkommssar Lasse Oesterreich vorführten.

Nicht nur etwas vorführen, sondern das Publikum zum aktiven Ausprobieren bringen, dass schaffte Hajnalka Beck von der Uni Göttingen in ihrem Aktivworkshop im Plenum, der unter der provokativen Frage „Kann man mit Stud.IP eLearning machen?“ lief. Die Frage wird gelegentlich von Leuten gestellt, die unter eLearning nur Lernmodule und Onlinetests verstehen. Frau Beck zeigte eindrücklich, welche Tools Stud.IP mitrbingt, die man auch in Präsenzsituationen didaktisch klug einsetzen kann.

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Der Nachmittag der Tagung beschäftigte sich ganz mit Stud.IP Mobil. Seit einem Jahr gibt es die Apps – wie schlagen sie sich, wie verbreitet sind sie, wie geht es weiter? Cornelis Kater und André Klaßen referierten und diskutierten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Cornelis Kater steuerte gleich drei Beiträge zur Tagung bei.

Parallel dazu tagte der Arbeitskreis Raum- und Ressourcenverwaltung. André Noack von data-quest moderierte gekonnt eine Runde, in der Workflows besprochen, Fragen gestellt und Desiderata geäußert werden konnten. Am Ende stand fest: Aktuell läuft die Raum- und Ressourcenverwaltung gut, aber das neue Ziel des, mittlerweile fest etablierten, Arbeitskreises ist die Neukonzeption einer schlankeren und mit weniger Freiheitsgraden versehenen Verwaltungseinheit.

Danach war der erste Tagungstag offiziell vorbei. Wer mochte, der konnte sich nun von Margarete Hultsch durch die Göttinger Innenstadt führen und dabei die Herkunft von Sprichworten erläutern lassen.

Um 19.30 Uhr trafen sich dann nahezu alle Gäste wieder, diesmal im „Paulaner“, einer auf bayerisch getrimmten Lokalität in der Innenstadt. Hier erwartete die Gesellschaft ein Bierseminar, bei dem der Unterschied zwischen Lager und Pils erklärt wurde. Natürlich war die Teilnahme freiwillig, und auch für das anschließende Spanferkelessen gab es eine Alternative. Der Abend war überaus launig, was nicht nur an der Austragung der Meisterschaft im einarmigen Reißen in der Literklasse lag…

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