Archiv der Kategorie: data-quest

Alles, was bei data-quest Interessantes oder Kurioses passiert, aber keinen direkten Bezug zur Stud.IP-CoreGroup hat.

Stud.IP-Tagung 2015

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Die allererste Version von Stud.IP ging im Januar 2000 an den Start, und das bedeutet: In diesem Jahr feiern wir 15 Jahre Stud.IP! Natürlich wurde der halbrunde Geburtstag auch auf der Tagung zelebriert, mit Geschenken für die Gäste und einem spannenden Tagungsprogramm.

Noch ist es ruhig, gleich sitzen hier 120 Leute.

Noch ist es ruhig, gleich sitzen hier 120 Leute.

Die Tagung war überaus gut besucht. Noch nie gab es so viele Anmeldungen, am Ende kamen 120 Besucherinnen und Besucher zusammen! Darunter viele neue Gesichter, die das erste Mal die Tagung besuchten.

Keynote-Zeit!

Keynote-Zeit!

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Der Schwerpunkt des Programms lag, natürlich, auf der Unterstützung der Lehre und den Prozessen in Bildungseinrichtungen. Das ist immerhin die Kernkompetenz von Stud.IP. Darüber hinaus gab es aber auch viele Themen, die uns immer wieder tangieren: Die Organisation von Konferenzen und Tagungen, zum Beispiel, oder wie man am Besten barrierefreie PDFs erstellt.

Eine deutliche Richtung gaben die Workshops und Vorträge zur Lehrauftragsverwaltung, zur Raum- und Ressourcenverwaltung sowie zum Studierendenmanagement vor. Stud.IP wird immer mehr zum Open Source-Campusmanagementsystem. Aber das geschieht nicht von allein sowohl die Raumverwaltung als auch das Studierendenmanagement sind Projekte, die nur zustandekommen, wenn die Hochschulen und Bildungseinrichtungen bereit sind, die Entwicklung zu finanzieren.

Kunstinstallation von Cornelis: Die Startseiten öffentlich auffindbarer und zugänglicher Stud.IPs.

Kunstinstallation von Cornelis: Die Startseiten öffentlich auffindbarer und zugänglicher Stud.IPs.

Die Chancen, dass diese Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden, sind vorhanden – denn Stud.IP hat eine starke Gemeinschaft von Betreiberinnen und Betreibern. Auch das konnte man auf der Stud.IP-Tagung sehr deutlich sehen.

Timo Hartge und Arne Schröder von data-quest.

Timo Hartge und Arne Schröder von data-quest.

Rasmus Fuhse von data-quest.

Rasmus Fuhse von data-quest.

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Leiterin des Tagungs-Orga-Teams: Angelika Fuchs

Leiterin des Tagungs-Orga-Teams: Angelika Fuchs

Ich für meinen Teil freue mich auf auf die kommende, spannende Zeit – und auf die nächste Tagung. Die Stud.IP-Tagung 2016 findet am 14. und 15. September 2016 statt. Soviel sei verraten: Dann wird gerockt.

Asyl für Snowden!

data-quest ist stolzes Mitglied im Verein DigitalCourage e.V.
Wir unterstützen dessen Aktionen gegen Überwachung, für Datenschutz und für Asyl für Edward Snowden.

Diese Aufkleber von DigitalCourage sollten eigentlich jedem Gast der Stud.IP-Tagung mit der Tagungsmappe ausgehändigt werden.

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Leider sind sie heute erst angekommen, obwohl wir die Ende August bestellt hatten. Wer einen haben möchte, schreibt bitte eine kurze Mail an bohnsack@data-quest.de.

Ansonsten werden wir die auf kommenden Stud.IP Events verteilen. Und ich fürchte, dass das Thema auch in einem Jahr noch aktuell ist.

Wer sich über DigitalCourage informieren möchte: Die machen coole Sachen unter https://digitalcourage.de/

Stud.IP-Tagung 2014: Rückschau (1)

Im Zeichen der 3: Lobby der Tagung, am Vorabend.
Dominiert von der „3“: Foyer der Tagung am Vorabend. Morgen treffen sich hier über 100 Gäste aus ganz Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Neuseeland.

Seit 2002 richtet data-quest die Stud.IP-Tagung aus. Über die Zeit haben wir uns kontinuierlich gesteigert und versucht immer besser zu werden. Wir laden die Menschen, die uns wichtig sind, nach Göttingen ein, um in entspannter Atmosphäre zu zeigen, was Stud.IP ist und was es kann. Die Tagung ist das Aushängeschild von Stud.IP, und deshalb liegt uns das Gelingen sehr am Herzen.

Die Tagung im vergangenen Jahr war schon spitze, und ich war mir sehr sicher, dass die nicht zu toppen wäre. Zumal uns zwischenzeitlich unsere langjährige Tagungsorganisatorin Claudia Krell verlassen hat, und in diesem Jahr ein ganz neues und junges Team die Vorbereitung und Durchführung der Tagung übernommen hat.

Das data-quest Tagungs- und Serviceteam unter Leitung von Angelika Fuchs (rechts).

Das Tagungsteam unter Leitung von Angelika Fuchs (rechts).

Tja.
Was soll ich sagen? Das neue data-quest-Tagungsteam, bestehend aus Annika Giehl udn Christiane Gebhardt hat unter Leitung von Angelika Fuchs einen hervorragenden Einstand hingelegt. Dabei wurde das Vorjahr noch übertroffen: Die Tagung 2014 war, laut Umfrage und gefühlt, tatsächlich noch besser als 2013. Dabei ist längst nicht alles glatt gelaufen – Bäckereien haben ganze Lieferungen vergessen, Dinge sind verschütt gegangen und Internetverbindungen haben gestreikt. Aber das war alles hinter den Kulissen, von den Gästen hat das niemand bemerkt. Wenn etwas reibungs- und mühelos aussieht, steckt meist harte Arbeit dahinter, und das Team hat hart dafür gearbeitet und akribisch geplant und vorbereitet.

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Schon der Empfang am ersten Tag funktionierte perfekt – keine Selbstverständlichkeit, wenn 100 Gäste fast gleichzeitig eintreffen. Hier arbeitete das Team perfekt – kein Gast musste länger als zwei Minuten warten, bis die Registrierung durch war und eine Tagungsmappe und ein Handtuch in Empfang genommen werden konnten. Handtuch? Oh ja – immerhin besteht die Stud.IP-Gemeinschaft aus Leuten, die wissen wo ihr Handtuch ist. Außerdem haben wir die Version 3 von Stud.IP in trockenen Tüchern, also passt das doppelt.

Kleiner Gag: Jeder Gast bekam ein Handtuch am Empfang.

Kleiner Gag: Jeder Gast bekam ein Handtuch am Empfang.

Ein Besonderes Dankeschön gebührt natürlich dem Stud.IP e.V. für die Hilfe und Unterstützung der Tagung sowie den Referentinnen und Referenten, die ein superinteressantes Programm gestaltet haben.

Im Eröffnungsvortrag, den Cornelis Kater und ich gehalten haben, berichteten wir über Aktivitäten des Vereins sowie die Neuigkeiten in der 3er-Linie von Stud.IP. Stud.IP 3.0 brachte viele Änderungen unter der Haube mit, Stud.IP 3.1 überzieht das ganze mit einer neuen, entschlackten und zeitgemäßen Oberfläche und neuen Funktionen. Jesko Thiel hat dazu einen Film gemacht, der ein kleines Meisterwerk in sich ist. Er zeigt im Schnelldurchlauf, was alles neu ist:

Nach diesem Start ging es weiter mit Cornelia Roser, die der Frage nachgegangen war, welche Rolle eine eLearningplattform (was ja nur ein Einsatzzweck von Stud.IP ist) in der Strategie einer Hochschule spielen kann und wie man dies z.B. über Zielvereinbarungen fixieren kann.

Nadine Kasten von der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen sowie Philipp Ballhausen und Markus Werner von CPM-Systems stellten das Projekt „Integriertes, personalisiertes Studienberatungstool“ (IPS) vor, das gemeinsam mit dem IHB und unter der Leitung von fata-quest entwickelt wird. Das IPS holt sich Daten aus unterschiedlichen Teilsystemen der Hochschule (In Göttingen: Flexnow, HIS-LSF, Stud.IP) und ermöglicht die zielgerichtete und personalisierte Zusammenstellung von Stundenplänen. Es zeigt, was schon erfolgreich belegt wurde und was noch offen ist, gibt Empfehlungen und stellt Zeitpläne auf. Ein tolles Instrument, was einem echt bei der Planung des Studiums helfen kann.

Wir hatten wieder bestes Wetter bestellt: An Stud.IP-Tagungen scheint immer die Sonne.

Was es zu beachten gilt, wenn man auf eine 3er-Version umsteigt, davon berichtete Dr. Ulrich Zukowski von der Uni Passau. Die hatte den ganz harten Schritt gemacht, denn dort war man von Stud.IP 1.3 (einer Version aus dem Jahr 2006!) umgestiegen auf die 3.0. Das hat auch alles gut geklappt, so das Zukowski jetzt, wenige Wochen später, schon fragte „Umstieg? Welcher Umstieg? War da was?“

Stud.IP entwickelt sich zum Open-Source-Campusmanagementsystem. Die Polizeiakadmie Niedersachsen nutzt es bereits für Student-Lifecycle- und Alumnimanagement, wie Wiebke Lotz und Kriminalkommssar Lasse Oesterreich vorführten.

Nicht nur etwas vorführen, sondern das Publikum zum aktiven Ausprobieren bringen, dass schaffte Hajnalka Beck von der Uni Göttingen in ihrem Aktivworkshop im Plenum, der unter der provokativen Frage „Kann man mit Stud.IP eLearning machen?“ lief. Die Frage wird gelegentlich von Leuten gestellt, die unter eLearning nur Lernmodule und Onlinetests verstehen. Frau Beck zeigte eindrücklich, welche Tools Stud.IP mitrbingt, die man auch in Präsenzsituationen didaktisch klug einsetzen kann.

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Der Nachmittag der Tagung beschäftigte sich ganz mit Stud.IP Mobil. Seit einem Jahr gibt es die Apps – wie schlagen sie sich, wie verbreitet sind sie, wie geht es weiter? Cornelis Kater und André Klaßen referierten und diskutierten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Cornelis Kater steuerte gleich drei Beiträge zur Tagung bei.

Parallel dazu tagte der Arbeitskreis Raum- und Ressourcenverwaltung. André Noack von data-quest moderierte gekonnt eine Runde, in der Workflows besprochen, Fragen gestellt und Desiderata geäußert werden konnten. Am Ende stand fest: Aktuell läuft die Raum- und Ressourcenverwaltung gut, aber das neue Ziel des, mittlerweile fest etablierten, Arbeitskreises ist die Neukonzeption einer schlankeren und mit weniger Freiheitsgraden versehenen Verwaltungseinheit.

Danach war der erste Tagungstag offiziell vorbei. Wer mochte, der konnte sich nun von Margarete Hultsch durch die Göttinger Innenstadt führen und dabei die Herkunft von Sprichworten erläutern lassen.

Um 19.30 Uhr trafen sich dann nahezu alle Gäste wieder, diesmal im „Paulaner“, einer auf bayerisch getrimmten Lokalität in der Innenstadt. Hier erwartete die Gesellschaft ein Bierseminar, bei dem der Unterschied zwischen Lager und Pils erklärt wurde. Natürlich war die Teilnahme freiwillig, und auch für das anschließende Spanferkelessen gab es eine Alternative. Der Abend war überaus launig, was nicht nur an der Austragung der Meisterschaft im einarmigen Reißen in der Literklasse lag…

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Teil 2 von Stud.IP 3

Sommerpause? Welche Sommerpause? Nur weil vorlesungsfreie Zeit ist, alle Bundesländer gleichzeitig Ferien haben und gefühlt JEDER im Urlaub ist, heißt das noch lange nicht, dass auch bei Stud.IP Sommerpause ist.

Aktuell befindet sich Version 3.1 im Betatest an der Universität Göttingen. Die 3.1 ist der zweite Teil der neuen 3er-Linie von Stud.IP. Nachdem die 3.0 riesige Veränderungen unter der Haube mitgebracht hat, ist in der 3.1 die Oberfläche komplett modernisiert worden. Bei so vielen Umbauten bleibt es nicht aus, dass sich Fehler einschleichen. Um die zu finden, veranstalten data-quest und Stud.IP e.V. gerade eine Fehlerjagd in Göttingen. Alle Studierenden und Lehrenden der Uni können Fehler melden und haben dafür die Chance ein iPad oder Amazon-Gutscheine zu gewinnen.

Bei data-quest rotiert die eine Hälfte der Belegschaft gerade darum, die 3.1 rund zu machen, die andere Hälfte rotiert um die Vorbereitung der Tagung. Täglich trudeln Pakete mit Tagungszubehör ein, letzte Abstimmungen mit Lieferanten, Caterern und Tagungscrew passieren. Die Tagung wird groß werden, mindestens genauso groß wie die rote „3“, die gestern geliefert wurde und gerade die Büroräume ziert…

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Noch nicht für die Stud.IP 2014 angemeldet? Dann schnell hier nachholen: http://www.studip.de

Heartbleed oder die Open-Source-Frage

Ganz große Aufregung dieser Tage: Der Softwarefehler, der unter dem Codenamen „Heartbleed“ bekannt wurde. Er sitzt im Programmcode von OpenSSL, das zum Aufbau einer verschlüsselten Verbindung mit einem Server genutzt wird. Durch die Lücke lassen sich bei geschickter Ausnutzung Infos vom Server abrufen, die der niemals preisgeben sollte, z.B. Passwörter anderer Nutzer. Das ist richtig schlimm, weil OpenSSL in sehr, sehr vielen Servern eingesetzt wird. Keine Ahnung warum die Tagesschau nur von „600 betroffenen Webseiten“ fabuliert, vermutlich war bei denen die Tinte des Agenturfax verschmiert, denn die Anzahl der betroffenen Seiten liegt weitaus höher. Tatsächlich muss jetzt bei jedem betroffenen Server eine Fehlerbehebung durchgeführt werden, dann sollte das Serverzertifikat getauscht werden, und eigentlich muss auch jeder Mensch all seine Passwörter in allen Onlinesystemen ändern. So schlimm ist es.

Was das Ganze mit Stud.IP zu tun hat? Nun, Stud.IP ist Open Source-Software, genau wie OpenSSL. Das bedeutet, dass die Software benutzt, verändert und weitergegeben werden darf, ohne das jemals Lizenzkosten anfallen. Außerdem kann man den Quellcode ansehen und ändern (wenn man programmieren kann). Das Gegenteil von Open Source ist proprietäre Software. Bei der Art darf man nicht in den Quellcode sehen, und die Benutzung der Software kostet meist Geld in Form von Lizenzen.

Im Zuge der „Heartbleed“-Berichterstattung gibt es nun Kommentare, dass man Open-Source-Software jetzt aber mal professionalisieren sollte, damit solche schlimmen Fehler nicht passieren. Man bräuchte dringend Vollzeitentwickler und vor allem Manager, fordert z.B. ein Kommentar in der ZEIT.

Mich ärgert diese Forderung, weil sie die Vorhut eines erneuten Angriffs auf das Open-Source-Entwicklungsmodell darstellt. Der Kampf proprietäre Software vs. Open Source läuft seit Jahren, und die Argumente sind immer die gleichen. „Proprietäre Software ist sicherer als Open Source-Software“, ist meist das Hauptargument, und das falscheste überhaupt. Denn bei der Open-Source-Entwicklung gucken viele Personen über den Code eines Entwicklers, stellen Fragen und bügeln Fehler aus. Das geht, weil alle an den Code rankommen. Bei proprietärer Software ist der unter Verschluss.

Noch etwas anderes ist entscheidend, und das hat Fefe in seinem Blog schön zusammengefasst:

Open Source als Bewegung ist das Konzept, dass man Leute Code schreiben lässt, deren Herzensblut dranhängt. Die es eben nicht kurz herunterpfuschen, weil sie dafür bezahlt werden. Open Source ist die Beobachtung, dass manche Menschen es lieben, Code zu schreiben. Und wenn man sie nicht mit Deadlines und Deliverables und dem monatlichen Paycheck unter Druck setzt, dann nehmen sie sich die Zeit und machen ihr Projekt ordentlich. Viel ordentlicher jedenfalls als die durchschnittliche kommerzielle Software.

(Quelle)

Kernaussage: Open Source-Entwicklung gibt einem auch nicht-monetäre Belohnung. Wenn man Open-Source-Projekte anfängt wie Wirtschaftsunternehmen zu führen, wird das Geld einen Druck erzeugen, der zu betriebswirtschaftlichen Optimierungen und dadurch zu sinkender Qualität führt.

Tatsächlich ist es bei Stud.IP so, dass wir gute Erfahrungen mit einer Firma im Open-Source-Modell gemacht haben. Data-quest bringt professionelles know-how in die Entwicklung mit ein und ist Teil der Entwicklercommunity. Auf dieses feine Detail muss man aber Wert legen: Wir sind TEIL der Community, wir managen das Projekt nicht. Für die Stud.IP-Entwickler bei data-quest ist das eine komfortable Situation: Sie tun etwas, an dem ihr Herzblut hängt und was sie gerne machen und werden dafür sogar noch bezahlt*. Das ist oft ein Spagat, aber es funktioniert, weil uns was an dem liegt was wir tun.

Der Punkt ist aber: Stud.IP funktioniert, weil viele Leute daran mitarbeiten, und dabei viel freiwillig investieren und sich Mühe geben, dass, was sie machen, so gut wpie möglich zu tun. Stud.IP ist mehr als lieblos runterprogrammierter Code, und das trifft auf fast jedes Open Source-Projekt zu. Das ist aber nur der Anfang. Alles was bei Stud.IP getan wird, wird anschliessend so genau wie möglich geprüft. Bevor eine neue Funktion im Release landet, muss sie durch Abstimmungs- und Reviewprozesse, Tests und Codeaudits. Dafür hat die CoreGroup eigene Regularien aufgestellt. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die daran beteiligten Personen mehr Zeit für diese Arbeiten aufbringen könnten oder der Personenkreis größer wäre. Und es ist nicht so, als wenn unser kleines Projekt keine Unterstützung in monetärer Form brauchen könnte. Dafür gibt es den Stud.IP Verein, der mit relativ wenigen Mitteln (eben aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen) viel Gutes macht. Aber der Umbau eines Open Source-Projekts in ein Unternehmen ist da genau der verkehrte Weg, das funktioniert nicht.

Open Source-Software ist nicht unsicherer als propritäre Software. Das Gegenteil ist der Fall, und daran sollte sich jeder erinnern, wenn demnächst die ersten Rufe laut werden, dass Open-Source-Projekte entweder wie Unternehmen geführt werden oder gleich verstaatlicht werden sollten.

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* Übrigens: Es sind noch Stellen frei.

Die neue Portalseite

Es gibt viele Ressourcen zu Stud.IP im Netz: Dieses Blog, die Anwenderhilfe mit den verschiedenen lokalen Anpassungen, Hilfevideos auf Youtube, den Developerserver, Entwicklungssysteme, Infos auf Partnerseiten wie CampusSource.de oder die Firmenseite von data-quest oder die einzelnen Hochschulen usw. usf.

Auf der Stud.IP-Homepage unter www.studip.de waren schon eine ganze Reihe von Dingen gebündelt. Infos zur Software und zu Events fanden sich dort ebenso wie die Seiten des Stud.IP e.V. oder aktuelle News. Das Problem der alten Homepage: Sie ist mächtig in die Jahre gekommen. Das fing schon bei der Größe an: Winzig klein drängte sie sich in eine Ecke des Bildschirms. Um eine News zu lesen musste man sich einen Wolf scrollen.
Warum das so war? Nun, die Bildschirme sind im Laufe der Zeit immer größer geworden, aber unsere Webseite ist nicht mitgewachsen.

Auch unter der Haube sah es nicht so toll aus. Zur Verwaltung der Webseite kam zwar ein Content-Management-System zum Einsatz, aber dessen Bedienung war Grütze. Kein Wunder, ist es doch eigentlich das Ergebnis einer Übungsaufgabe von Freiwilligen, Stud.IP-begeisterten Studis in einem PHP-Kurs gewesen.

Glücklicherweise ist das jetzt vorbei. Schon vor einiger Zeit haben Ralf Stockmann und Cornelis Kater eine neue und zeitgemäß aussehende Portalseite entworfen. Der Mediengestalter Martin Stratmann hat den Entwurf in ein professionelles Design umgesetzt, und Peter Thienel hat auf Kosten von data-quest die Übertragung in das CMS TYPO3 vorgenommen. Dabei hat Peter noch einige schöne Erweiterungen programmiert. So ist die Portalseite bspw. mit dem Pluginmarktplatz vernetzt und zeigt immer die dortigen Neuzugänge an.

Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, nicht alles in die neue Homepage zu packen, sondern an einigen Stellen nur auf bestehende Seiten zu verweisen. Das ist ein anderer Ansatz als „Wir packen alles in EINE Website“. Natürlich könnten wir den Pluginmarktplatz auch noch in TYPO3 bauen und so zu einem festen Bestandteil der Portalseite werden lassen, aber wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden.

Die Portalseite soll zentrale Anlaufstelle für alles und jeden sein und dabei helfen, dass gesuchte Ziel zu finden. Aber sie muss nicht in jedem Fall selbst das Ziel sein. Sie soll Interessenten über Stud.IP informieren, Anwender bei Fragen zur Bedienung helfen und Menschen, die das Projekt gerne unterstützen möchten, die richtige Richtung deuten.

Sie soll Orientierung bieten und Wege zeigen, und das tut sie, zumindest meiner Meinung nach, schon ganz ordentlich.

Nichtsdestotrotz bauen wir gerade noch an etlich Stellen herum. Teilweise sind Formatierungen noch nicht so, wie sie sein sollten, teilweise sind wir mit anderen Kleinigkeiten noch nicht ganz zufrieden. Trotzdem wollten wie jetzt (endlich) die Portalseite Live bringen, weil wir denken, dass sie zu Semesterbeginn vilen helfen wird. Und: Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Wünsche sind immer willkommen! Einfach hier in die Kommentare posten.

Stud.IP-Tagung 2008

Es war knapp. Ganz knapp. Fast hätte die Tagung in der letzten Woche nicht stattfinden können. Grund: Annette und Claudia, seit 2003 die Engel der Tagung, konnten diesmal nicht dabei sein – Annette hat es mittlerweile privat in den hohen Norden verschlagen, Claudia war beruflich unterwegs. Spontane Reaktion aller Anwesenden ob dieser Horrornachrichten: Das geht ja gar nicht! Wir müssen die Tagung verschieben!

Nun, irgendwie haben wir es dann doch geschafft. Das Team der SourceTalk-Tage hat ebenso bei der Organisation mitgeholfen wie unser Ersatz-Tagungsengel Dominika, die auch 2006 schon mal dabei war. Ergebnis: Alles lief glatt, „Verwerfungen“ bei der Orga gab es nicht – super! Auch ansonsten war die Tagung ein voller Erfolg. Das zeigten nicht nur die unmittelbaren Reaktionen der Besucher, sondern auch die Ergebnisse der Fragebogenaktion. Das Programm und die Beiträge wurden fast durchgehend als „Sehr interessant“ bewertet, die Organisation als gelungen. Punktabzüge gab es lediglich für zu harte Sitzgelegenheiten (Hörsaal, halt) und das Restaurant am Abend des Social Events (Urgh, oh ja, nächstes Jahr ein anderes). Eine Besucherin beklagte das Fehlen einer Teilnehmerliste. Gute Nachrichten: Die Liste steht in Kürze für alle Teilnehmer zum Download auf Sourctalk.de zur Verfügung.

Sehr schön: Einige der Fragebogenausfüller hatten tolle Ideen für das Programm der nächsten Tagung oder haben sich sogar schon bereit erklärt tragende Rollen zu übernehmen. Es ist zwar noch 12 Monate hin, aber: Ich freue mich schon auf die nächste Tagung.

Am 30. September und 01. Oktober 2009 ist es soweit.

Tagung 2008: Programm

Jedes Jahr das Gleiche: Ich mache mir Sorgen darum, ob wir wohl genügend Beiträge für die Tagung bekommen, weil der Call for Paper nur verhaltene Reaktionen produziert – und ca. 8 Wochen vor der Tagung wate ich knietief durch die vielen Einsendungen, die in letzter Minute noch eintrudeln.

Einen ganz herzlichen Dank an Alle, die angeboten haben, sich mit einem Vortrag oder Workshop zu beteiligen! Leider passten einige nicht zu einer Tagung, die in erster Linie für Anwender und Betreiber und weniger für Entwickler gedacht ist. Andere Beitragsangebote wurden herausgesiebt, weil die Themen schlicht zu umfangreich oder – in einem Fall – sogar zu dubios waren.

Nach viel Detailplanung steht es nun also, das Programm der Stud.IP-Tagung 2008.
Hier gibt es die Kurzübersicht als PDF und HIER finden sich alle Informationen inkl. Übersicht, Beschreibungen der Programmpunkte, Anfahrts- und Übernachtungsinformationen usw.

Die Anmeldung kann hier vorgenommen werden. Oder auch hier.