Archiv der Kategorie: 'data-quest'

Die Stud.IP-Tagung 2007

20.07.2007

…findet am 18. und 19.09. 2007 statt.

Ja, diesmal zweitägig.
Hatten sich so viele Besucher (wegen der teils recht langen Anfahrtswege) gewünscht. Und Wünsche erfüllen wir doch gerne.

Die Tagung feiert halbrunden Geburtstag: zum fünften Mal lädt data-quest nun schon ein, um den Dialog zwischen Entwicklern und Nutzern zu fördern. Deshalb heißt es auch “Tagung für Betreiber und Anwender” – hier findet weniger Code-Talk statt (dafür gibt es ja die Entwicklertagung im Frühjahr) als vielmehr Information zu Nutzung und Entwicklungen und gegenseitiger Austausch.

Die diesjährige Tagung verspricht wieder spannend zu werden: neben den Schwerpunkten Content und gemeinsame Nutzung über mehrere Hochschulen gibt es viele weitere interessante Vorträge und Workshops zu aktuellen Themen. Das Programm ist (finde ich persönlich) wieder sehr gut und abwechselungsreich geworden. Sowohl Betreiber als auch Entwickler, Didaktiker und Anwender sollten darin etwas für sie interessantes finden können.

Ein großes “Danke” geht an alle, die beim Programm mitgearbeitet haben und sich mit Beiträgen beteiligen – insbesondere Herrn Quathamer von der ELAN AG, der an der Gestaltung maßgeblich beteiligt war. Da Niedersachsen Stud.IP im ELAN III-Projekt besonders fördert, können wir uns nicht nur auf den Besuch von Minister Stratmann freuen, sondern auch auf informative Aussichten über zukünftige Entwicklungen.

Dazu gibt es natürlich noch ein paar spezielle Highlights, wie das bunte SourceTalk-Rahmenprogamm oder die Möglichkeit, eine ganztägige Adminschulung zu besuchen. Im letzten Jahr haben wir erstmals mit einem “Social Event” experimentiert. Das hat fantastischen Anklang gefunden, daher wiederholen wir es in diesem Jahr wieder. Es gibt nichts Netteres, als bei einem gepflegten Umtrunk über unser aller Lieblingsthema zu netzwerken und gemeinsam neue Projekte zu planen.

Natürlich wird die Tagung auch in diesem Jahr für die Organisatoren wieder stressig.
Natürlich wird es wieder Augenringe vor Müdigkeit und komische-Dinge-in-letzter-Sekunde geben.

Ich freue mich trotzdem total darauf.

Egal wann

20.07.2007

Ob die Stud.IP-Tagung nun im September, Oktober oder November abgehalten wird, irgend etwas findet anscheinend immer parallel statt, dass für eine Verknappung und dementsprechen Verteuerung der Übernachtungsmöglichkeiten sorgt: entweder eine Monstertagug in Göttingen (2005) oder tausend Einzeltagungen in Göttingen (2006) oder eine Messe für irgendwas in Hannover (2007) .

Hoteliers reiben sich natürlich die Hände: plötzlich wird ein Einzelzimmer, das normalerweise 45 Euro kostet, zu Preisen von 110 Euro angeboten. Natürlich werden die Preise von Angebot und Nachfrage bestimmt – aber DAS grenzt an Unverschämtheit. Zudem ist es nicht möglich, vernünftige Kontingente zu bekommen. Für die Stud.IP-Tagung wurde uns ein Kontingent an Zimmern zu halbwegs humanen Preisen bis zum 10.09. zugesagt. Eine Woche vor der Tagung – das ist okay. Dann heißt es plötzlich: “Sorry, aber wir haben so viele Anfragen – das Kontingent kann maximal bis zum 05.08. freigehalten werden”.
Verhandlung nicht möglich.
Was soll denn sowas? Wenn wir bei data-quest den Preis eines Produktes fast verdreifachen und zudem den Lieferzeitraum nicht einhalten würden – wir hätten in Kürze keine Kunden mehr.

Aber im Hotelgewerbe geht sowas anscheinend.
Schlafen und essen muss man ja immer.

Grrrh.

Herzlichen Glückwunsch, ILIAS!

15.06.2007

Mit den Entwicklern des LCMS ILIAS verbindet uns weitaus mehr als nur die Tatsache, dass beide Systeme Open-Source-Software sind.
ILIAS war von Anfang an auf reines eLearning ausgelegt und ist heute eine der besten Plattformen für Lernmodule, online-Tests, usw. Das kann Stud.IP nicht, wollte es aber auch nie können. Unser Ansatz ist die Unterstützung von Präsenzlehre, Forschung, Verwaltung und Community. Das kann ILIAS nicht, wollte es aber auch nie können.

Ergebnis: beide Plattformen ergänzen sich komplementär in ihrem Funktionsumfang. Durch die, von data-quest und databay entwickelte, Schnittstelle lassen sich beide Systeme verkoppeln. Dadurch erhalten Betreiber eine Lernumgebung, die hinsichtlich Funktionsumfang, Stabilität und Preis vollkommen außer Konkurrenz läuft. So etwas gibt es weder im Open-Source noch im proprietären Bereich (ich lasse mich gerne eines besseren belehren, Beweise bitte an meine Mailadresse).

Nun erhielt ich gerade eine Mail von Ralf Schenk, seines Zeichens Geschäftsführer der Firma databay. Databay ist für ILIAS das, was data-quest für Stud.IP ist: die weltweite Anlaufstelle für Beratung, Support, Installation, Anpassung usw.
Ralf und ich sind sozusagen Jobzwillinge (jeder sollte mindestens ein neues Wort pro Monat erfinden, das erhält die Kreativität).
Von daher freute es mich doppelt, folgendes zu lesen:

Hello to all !

Today we had the LMS Shootout at yearly IMC Learning Congress (Producer
of CLIX). The LMS systems CLIX (imc), EKP (NetDimension), IBT Learning
Server (Time4you), Schenck and finally ILIAS took part and presented in
a 15 minute session a learning scenario.

ILIAS was presented by Dr. Norbert Bromberger of Qualitus GmbH
(http://www.qualitus.de)

…..and the winner is:

ILIAS !

Bye

Herzlichen Glückwunsch an Dr. Norbert Bromberger und die Teams von Qualitus, databay und ILIAS!

Hilfe!

23.03.2007

Das neue Semester steht vor der Tür und damit auch jede Menge neuer Nutzer an den Hochschulstandorten.
Gerade zum Studienbeginn ist das Leben kompliziert und hektisch, Orientierung in der fremden Welt fällt schwer.
Und dann gibt es da noch dieses Dings, diese Lernplattform mit dem ulkigen Namen, wo man sich anmelden muss, weil man sonst keine Veranstaltungen belegen kann. Aber wie kommt man in dieses Stud.IP-Dingens nur rein? Wo bekomme ich das Passwort her, wo in den Weiten des Netzes ist der LogIn? Auf www.studip.de kann ich nirgendwo ein Passwort eingeben?!

Dabei kann alles ganz einfach sein, wenn man folgendes weiß:
Stud.IP wird nicht zentral betrieben. Weder von data-quest noch von sonstwem. Klar leistet data-quest auch Support, aber nicht für “Endkunden” – wir haben in der Regel keinen Zugriff auf die Administrationsfunktionen der Standorte und können, selbst wenn wir wollten und es noch so dringend ist, keine Passwörter für, sagen wir mal, die Uni Trier verschicken.

Jede Hochschule, die Stud.IP einsetzt, hat eine eigene Installation, in der Regel im zuständigen Rechenzentrum. Und genau dort sitzen auch die Ansprechpartner, die bei Fragen weiterhelfen können.

Um es etwas einfacher zu machen, hier eine FAQ für neue Nutzer:

Hilfe-FAQ

Frage: Woher weiß ich, welches Stud.IP das richtige für mich ist?
Antwort: Unter www.studip.de gibt es Links zu fast allen uns bekannten Standorten. Wählen Sie in der Drop-Down-Liste die Stadt aus in der Sie studieren und klicken Sie auf “GO” um zur Startseite des Stud.IPs vor Ort zu gelangen. Bitte beachten Sie, dass es teilweise mehr als ein Stud.IP pro Standort gibt: in Osnabrück haben Sie die Wahl zwischen dem Stud.IP der Fachhochschule oder der Universität.

Frage: Ich bin auf der Startseite des richtigen Stud.IPs. Und nun?
Antwort: Der Zugang zu Stud.IP kann unterschiedlich sein:
1. Wenn Ihr Stud.IP “offen” ist, müssen Sie sich zunächst online registrieren. Haben Sie die Registrierungsformulare ausgefüllt und abgesendet, rufen Sie Ihre E-Mails ab: Stud.IP hat Ihnen eine Bestätigungsmail zugesandt, in der es einen langen Link gibt. Klicken Sie den an und loggen Sie sich mit Nutzername und Passwort ein. Jetzt können Sie Stud.IP nutzen.

2. Oft sind Stud.IPs an sog. “zentrale Authentifizierungsdienste” angeschlossen. Diese ermöglichen es, dass Sie nur einen Nutzernamen und ein Passwort für alle Dienste und Systeme der Hochschule bekommen. Sie erkennen ein geschlossenes Stud.IP daran, dass es auf der Startseite zwar den Button “LogIn” gibt, die Option “Registrieren” fehlt aber.

Frage: Woher bekomme ich ein Passwort für ein “geschlossenes” Stud.IP?
Antwort: Das ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. In der Regel sind auf der Startseite geschlossener Systeme Hinweistexte zu finden, wie Sie an ein Passwort kommen. Manche Hochschulen verschicken vor Beginn des Studiums Briefe, in denen Zugangsdaten stehen. Bei anderen muss man im Rechenzentrum vorbeischauen und ein Formular ausfüllen um einen Hochschulaccount zu bekommen.

Frage: Ich finde keinen Hinweis darauf, woher ich meine Zugangdaten bekommen soll! An wen kann ich mich wenden?
Antwort: An die Ansprechpartner vor Ort.

Frage: Woher weiß ich, wer meine Ansprechpartner sind?
Antwort: Klicken Sie auf der Startseite Ihres Stud.IPs auf das Stud.IP-Logo in der Kopfzeile (ganz oben). Sie kommen dann in den meisten Fällen zum Impressum, in dem die Mailadressen der Ansprechpartner hinterlegt sind.

Frage: Mail schreiben dauert mir zu lange oder das Impressum ist in meinem Stud.IP abgeschaltet. Was nun?
Antwort: Unter diesem Link finden Sie Ansprechpartner z.T. mit Telefonnummern. Manche Hochschulen haben bereits Hotlines für Fragen zu Stud.IP.

Frage: OK, ich bin im richtigen Stud.IP. Wie komme ich nun an meine Kurse?
Antwort: Das verrät Ihnen die Hilfe zu Stud.IP. Einfach auf das Fragezeichen in der Kopfleiste klicken oder auf http://hilfe.studip.de nachschauen. Wie man Veranstaltungen sucht und sich dafür anmeldet steht hier.

Frage: Ich weiß immer noch nicht an wen ich mich wenden soll!?!
Antwort: Es gibt eine allgemeine Mailingliste, die weiterhelfen kann wenn alles andere versagt. Schreiben Sie Ihr Problem unter Angabe Ihres Standortes (!) an studip-users@lists.sourceforge.net.

Frage: Ich habe Verbesserungsvorschläge oder ganz allgemeine Fragen zu Stud.IP. Wohin damit?
Antwort: Auf den Anwender- und Entwicklerserver. Unter http://develop.studip.de treiben sich alle Entwickler von Stud.IP herum, hier können Fragen und Anregungen gepostet werden.

Stud.IP auf der LearnTec

11.01.2007

Na sowas, schon wieder ein Jahr rum…

…und schon wieder geht es auf nach Karlsruhe!
Stud.IP wird von data-quest auf der Learntec 2007 präsentiert. Natürlich auch diesmal mit vielen Neuigkeiten, leckeren Keksen und einem Novum: wir haben einen Mitausteller am Stand.
Die Vorbereitungen laufen schon, und täglich steigt die Spannung.
Ich freue mich auf die Messe. Drei Tage Rummel und Mund fusselig reden, Kontakte knüpfen und Mitbewerber ärgern (“Ihr wollt WIEVIEL Lizenzgebühren für $Programm? Stud.IP kann das schon seit Jahren drei Mal besser, sieht schicker aus und kostet NICHTS!” – Spätestens hier gibt es dann entweder betretene oder wütende Mienen).

Ärgerlich: Gerade, wo wir (Peter Thienel und ich) uns in der Schwarzwaldhalle im Zentrum von Karlsruhe so richtig heimisch gefühlt haben und die besten Locations für das Abendprogramm ausgekundschaftet waren – da werden Messe und Kongress verlegt!
Wiederfinden tut man sie ein gutes Stück ausserhalb, im Industriegebiet südwestlich von Karlsruhe.

Neben der ewigen Frage “Schafft mein Auto es noch einmal nach Baden-Württemberg und zurück?” ist nun also wieder die Problematik aktuell, die wir als erledigt betrachtet hatten: “Wie oft werden wir uns verfahren, bis wir die Messe gefunden haben?”

Eleven-Fiftynine

18.10.2006

11:59 ist nicht nur einer der besten Songs von Blondie, sondern auch eine dramatische Deadline:

Hallo Herr Bohnsack,

ich habe mich gestern angemeldet und kann mich auch an mein passwort erinnern, doch studip sagt, dass es meinen benutzernamen nicht gibt, ich habe nur noch bis 23.59 zeit mich für die deutschvorlesungen einzutragen was soll ich nun tun ?????

Ich würde ja gerne helfen, obwohl ich für sowas nun wirklich nicht zuständig bin, aber ein großes Herz für verzweifelte Erstis habe.

Aber: ohne einen Hinweis darauf, um welches Stud.IP an welcher Hochschule es sich handelt, kann ich die Mail nicht mal an die zuständigen Admins vor Ort weiterleiten.

Was in diesem Fall aber auch egal gewesen wäre: die obige Mail kam bei mir um 23.37 Uhr an.
:-(

Rage against the machine

17.10.2006

Manchmal baut sich Frust auf, der sich (oft ungerechtfertigter Weise) gegen Stud.IP richtet und dann irgendwo hin muß – aber warum ausgerechnet an meine Adresse? Seit gestern Abend werde ich von erbosten Studierenden einer Installation mit Mails und Anrufen überschwemmt. Da ich mittlerweile nicht mehr alle beantworten kann, nun eine Erklärung per Blog.

Die aufgeregteste Mail traf letzte Nacht ein – und ich kann den Frust, der darin zum Ausdruck kommt, gut nachvollziehen:

Hallo Herr Bohnsack, die Dauer des Aufbaus der Internetseiten für die Anmeldung für die einzelnen Vorlesungen ist eine einzige Katastrophe! Was wollen Sie Ihren Studierenden denn noch zumuten? Wann sollen sie denn noch Zeit zum Studieren haben, wenn sie stundenlang am PC hocken müssen, um sich für die einzelnen Vorlesungen anzumelden? Werden hierfür Studiengebühren gezahlt? Das ist doch wohl ein Witz, oder?
(…)
Sitze seit 20 Uhr am PC und versuche, mich für eine Vorlesung anzumelden!!! Das darf doch nicht wahr sein!!!! Mit der Anmeldung hat es natürlich nicht geklappt. Es wird Zeit, daß Sie sich Alternativlösungen für die Studis einfallen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Dazu sollte man unbedingt wissen, dass Stud.IP KEIN monolithisches System ist, dass von data-quest für alle Hochschulen betrieben wird.

Stud.IP ist Open-Source-Software.
Jede Hochschule nutzt die Software nur für sich, deshalb gibt es nicht eine, sondern über 60 Installationen allein in Deutschland. data-quest ist eine Firma, die Support und Beratung anbietet, aber KEINEN unmittelbaren Einfluss auf die eingesetzte Hardware an den einzelnen Standorte hat und auch nicht für die Workflows der Hochschulen veranwtortlich ist.

Für Beschwerden und Nachfragen sind IMMER die Administratoren vor Ort zuständig!

Meist sind solche Frusterlebnisse wie das in der zitierten Mail ohnehin nicht nur in unterdimensionierter Hardware begründet – oft kommt einfach noch ein Fehler in der Organisation dazu, gerade am Anfang eines Semesters.

Man stelle sich vor, verschiedene Fächer mit zusammen 5000 Studierenden sagen “So, liebe Leute, jetzt meldet Euch für unsere Veranstaltungen an. Das geht von heute Abend um 20 Uhr bis morgen um 12 Uhr, wer sich bis dahin nicht eingtragen hat, bekommt auch keinen Platz.”

Die Folgen kann man sich auch mit wenig Phantasie ausmalen: muss der Stud.IP-Server sonst vielleicht nur 50-80 User gleichzeitig bedienen, bricht er nun unter dem Ansturm von 5.000 Leuten zusammen.

data-quest hilft und berät die einzelnen Hochschulen gerne, um solche Situationen zu vermeiden, denn das lässt sich mit geschicktem Timing und einigen Optimierungen alles in den Griff bekommen.

Im konkreten Fall wussten die Kollegen des betreffenden Standortes aber genau was sie taten, und hätten sich alle weiteren Beteiligten an die Spielregeln gehalten, hätte es dieses Erlebnis gar nicht erst gegeben.

Denoch ist klar: der Verfasser der obigen Mail hat, auch wenn der Tonfall unpassend und ich der falsche Adressat war, im Kern recht: sowas soll und darf nicht passieren.

Aber “an der Hochschule ist es wie auf der Autobahn”, pflegt ein Bekannter immer zu sagen: “Einer schert immer raus” – und genau diese Renegaten haben jetzt eine ganze Hochschule in Chaos und Frust gestürzt.

Das ist mehr als Schade, weil auch Stud.IP dadurch einen schlechten Ruf bekommt – und der Erfolg des Systems beruht ja gerade auf der Tatsache, dass es unter Studierenden einen guten Ruf hat.

Monsters in Münster

12.10.2006

Wieder zurück vom CampusSource-Workshop!

Ja, es war launig – drei Tage lang Vorträge zu aktuellen E-Learnig-Szenarien, zwei Tage lang Ausstellung der CampusSource-Developers (zu denen Stud.IP natürlich auch zählt), einen Tag Vorstellung der Neuheiten der Systeme, eine Nacht lang Spaß, nebenbei nette Leute wie Herrn D. und Frau M. aus dem H., Herrn E., Frau T. und Herrn TT aus OS und Frau W. aus H. an der T. wieder getroffen.
Allgemein: weniger Beteiligung als im letzten Jahr – und die Messe war mehr als ernüchternd.
Aber der Reihe nach:

Der CampusSource-Workshop sollte aus drei Teilen bestehen: Vorstellungen der Systemneuheiten, Vorträgen zu E-Learnig & der Austellung der CS-Entwickler.

Schön: alle CampusSource-Entwicklungen (9 Plattformen, 8 Tools) waren vertreten.
Weniger schön: am ersten von drei Tagen sollten die Neuigkeiten ALLER CS-Systeme vorgestellt werden.

Dummerweise hielt sich auch kaum jemand an die Vorgabe von 15 Minuten pro System – in epischer Breite wurde bis zu 35 Folien aufgelegt, zu jeder Folie mindestens 3 Minuten gesprochen, die Software in jeder Einzelheit (jawohl, wir sind jetzt Datenbankbasiert!) gepriesen – den Verzug im Zeitplan mag man sich vorstellen, genau wie die Verstimmung des Publikums, welches irgendwann schlicht die Grenzen der Aufnahmekapazität erreichte.

Einzig die Vorträge von ComSy und Stud.IP haben sich an die Abmachung (15 Minuten, nur Neuheiten) gehalten und schon allein dadurch einen guten Eindruck hinterlassen.

Gerade unserer hat dennoch gute Resonanz hervorgerufen, nicht nur, weil er kurz war und vermittels belustigernder Illustrationen am Einschlafen hinderte, sondern weil das Thema “E-Learning und Recht” eingige aufrüttelte. Gerade “Unsichtbarkeit von Nutzern” war für diejenigen interessant, die schon gemerkt haben, dass es sowas wie Datenschutz gibt.

Für eine atemlose Pause im Saal sorgete noch die mysteriöse Ankündigung, dass eines der “NEXT BIG THINGs” von Stud.IP sehr interessant für all diejeingen seinn könnte, die HIS-Produkte noch nicht einsetzen oder davon weg wollen.

Apropos HIS: Herr Dr. Hübner war ebenfalls in Münster und hielt einen sehr bewegenden Vortrag über die HIS-Pläne bis 2010 und darüber hinaus.
Da eine der HIS-Prinzipien iterative und kundenorientierte Workflows sind, gab es allerdings keine Termine (verbindliche oder unverbindliche) für irgendwelche Entwicklungen zu vermelden. Termine gehen zu Lasten der Qualität der Software, und das will doch niemand.
- den Quantensprungzeitbeschleuniger hat halt noch niemand erfunden.

Sehr interessant war der Austausch mit Kollegen: was so in Kamerun und den USA abgeht ist mehr als griffig, von deren Überlegungen können sogar aktuelle Projekte zwischen Wiehengebirge und Witzenhausen profitieren.
Und auch zwischen den deutschen OS-Plattformen kann sich noch Spannendes ergeben (Stichwort: deutsches Sakai-Projekt).

Von daher hat sich diese Außenmission gelohnt – dummerweise hat sich kaum einer der Teilnehmenden für die Ausstellung interessiert- unser schnuckiger Messestand war daher vermutlich umsonst. Ach ja, wo wir gerade bei Stand und Organisation sind: die funktionierte wirklich reibungslos – ein großes Lob an die Organisatoren, insbesondere an den unersetzbaren Stefan Neveling und sein Team helfender Hände.

Kuchen und Holzstücke

09.10.2006

… suche ich gerade als Grafiken raus, um damit zu illustrieren, dass Stud.IP nun auch Torten- und Balkendiagramme bei Evaluationsauswertungen ausgibt.

Ja, der Vortrag morgen in Münster auf dem CampusSource-Workshop wird sehr launig werden.
Bin schon sehr gespannt: CampusSource hat extra das Münsteraner Schloß angemietet, um Neuheiten der CS-Systeme vorzustellen und über die Möglichkeiten des E-Learning zu informieren. Großer Bahnhof!
Klar, dass Stud.IP auch dabei ist.
Ich frage mich nur gerade, wie ich all die Neuerungen, die im Verlauf des letzten Jahres hinzugekommen sind, in einem knappen Vortrag unterbringen soll. Naja, Interessenten haben mehr als genug Gelegenheit zum Nachfragen; ich werde Stud.IP drei Tage lang an einem eigenen Stand präsentieren.

Persönlich freue mich vor allem schon darauf die anderen Entwickler mal wiederzutreffen.
Wenn ich denn nach Münster überhaupt hinkomme – die Mistkrücke von Auto verliert Benzin! Wenn die Werkstatt das heute Vormittag nicht hinbekommt, werde ich wohl laufen müssen. :-(

Foxxy Gun?!

15.09.2006

Ruft eine ältere Dame früh morgens bei data-quest an und behauptet, sie wäre Foxxy Gun.
Hä?
Danach fürchterlich aufgeregtes Stottern und Stammeln.
Zeige mich irritiert, muss mehrfach nachfragen.
Und zwischendurch ein wenig trösten und aufbauen:
sie ist vor Aufregung den Tränen nahe.
Stellt sich heraus, dass die alte Dame Ursula Meier (solche Namen werden heute gar nicht mehr gebaut!) heißt und für die Firma DoKsiGum (Name ganz leicht verfremdet) arbeitet.

Das hört sich nach Kaugummipapier oder Reifenservice an.
Nein, sagt die Ursula, die machen so Finanzdingens.
Was genau hat sie aber gerade vergessen.
Ob sie mir was faxen darf.
Ob nicht was im Netz steht, will ich wissen
Da wird Frau Meier noch unsicherer –
anscheinend ist ihr das Internet nicht geheuer.

Normalerweise nutze ich das Abkanzeln von Telefonmarketieren gerne dazu mal den ekligen Boss raushängen zu lassen, aber ich habe ja ein Herz für alte Damen, sie darf mir also was faxen und morgen noch mal anrufen.
Sie freut sich einen Ast, so als könnte sie es gar nicht glauben.
Bedankt sich tausendmal.
Schiebt zwischendurch noch ein, dass das Wetter ja so toll ist –
herrje, noch zwei Minuten und sie hätte von ihren Enkeln erzählt!

Fünf Minuten und einen Kaffee später ruft Frau Meier noch mal an.
Fragt kleinlaut, ob sie meine Faxnummer haben dürfte.
Das hat sie in der Aufregung ganz vergessen.
Darf Sie.

Sie hat dann auch gleich was gefaxt.
Nämlich ein weißes Blatt Papier.
Meine Güte, Ursula, die bedruckte Seite kommt nach unten ins Gerät!
Und am nächsten Tag angerufen hat sie auch nicht.
Fühlte mich versetzt.
Offensichtlich kann sich DokSiGum ein eigenes Callcenter leisten.
Mit genau einer Agentin: der Mutter des Geschäftsführers.

« Vorherige