02.10.2008
Wie dem Heise-Newsticker zu entnehmen ist, gab es an der Universität Göttingen ein Datenleck. Mailadressen, Namen und Vornamen von rund 26.000 Studierenden liessen sich über einen offenen LDAP-Server abrufen. Das ist ein sehr ernstzunehmendes Problem, aber darauf soll hier nicht weiter eingegangen werden.
Wichtig ist mir ein anderer Punkt, der hier noch einmal kurz erläutert werden soll, bevor es zu Irritationen kommt.
Verantwortlich für den freigiebigen LDAP-Server ist die studIT. Das ist kein Schreibfehler, sondern der Name der Beratungsstelle für Studierende in allen Fragen rund um EDV, abgekürzt eben studIT. Die Betonung liegt hier auf dem letzten Buchstaben – “T”.
Trotz der Namensähnlichkeit, die eine Verbindung nahelegt, hat die studIT der Universität Göttingen nichts mit der Betreuung des Göttinger Stud.IPs zu tun.
Das Göttinger Stud.IP-System wurde zum Zeitpunkt des Datenlecks nicht zusammen mit einem LDAP genutzt. Die Nutzerdaten unterscheiden sich von denen des LDAP und liegen in der Stud.IP-internen Datenbank. Der Stud.IP-Server wird vom Mathematischen Institut der Universität betreut und war zu keinem Zeitpunkt Opfer eines Hackerangriffs.
Seit dem Terry-Gilliam-Film “Brazil”, in dem eine Fliege, die sich in eine Schreibmaschine verirrt hat und dadurch eine Kette unglaubwürdiger Ereignisse auslöst, wissen wir: Manchmal macht ein kleiner Buchstabe einen entscheidenden Unterschied aus.
UPDATE: Der initiale Artikel inkl. einer Stellungnahme der Universität findet sich auf netzpolitik.org
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02.10.2008
Zum zehnten Geburtstag wird auch unser aller Lieblingssuchmaschine nostalgisch und hat eine Retro-Seite aufgesetzt. So sah Google 2001 aus:

Der Witz: Hinter dieser, voll funktionstüchtigen, Seite liegt ein Suchindex von 2001. Damals waren schlappe 1,326,920,000 Websites indiziert. Wenig, im Vergleich zu den Fantastilliarden Seiten, die Google heute kennt. Klein war sie damals, die erschlossene Netzwelt.
Wenn man diese Such-Zeitmaschine anwirft und im Jahr 2001 nach “Stud.IP” googelt (das Wort gab es damals noch nicht) stellt man fest: Auch damals gab es relevante Treffer.

“Virtuelle Seminarverwaltung” – da werde ich nun richtig nostalgisch wenn ich das höre. War ein weiter Weg von den simplen “Elektronischen Seminarordnern” hin zum “Managed Learning Environment”, wie wir es heute haben.
Ebenfalls auffällig: Damals stand “Stud.IP” noch für “Studentischer Internetsupport von Präsenzlehre” (weil das System von Studierenden für Studierende programmiert wurde), heute steht die Abkürzung für “Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre”
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13.10.2006
Kann mir jemand erklären warum das als Eilmeldung erscheint?

Ick wunder mir…
“Eilmeldungen” behält SPIEGEL-Online normalerweise Flugzeugabstürzen vor.
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15.09.2006
LMS-News
Seit einiger Zeit bauen Ruben Schulze-Fröhlich und einige Mitstreiter an der Uni Augsburg E-Learning-Services auf. Eines der Projekte an der Professur für Medienpädagogik sind die LMS-News. Zielsetzung ist es, News, Berichte, Tests und alles andere rund um Lern-Management-Systeme in einer zentralen Plattform zu sammeln und potentiellen Interessenten Entscheidungshilfen zu bieten.
Die Idee ist alles andere als neu. Viele Fördergelder wurden in ähnlichen Projekten versenkt. Was Ruben & Co an finanziellen Mitteln fehlt, machen Sie mit Elan und Begeisterung wett.
Das sollte hier mal erwähnt werden.
Ebenfalls erwähnenswert ist, wie gut Stud.IP in den Einzeltests der Lernplattformen abschneidet. So gut wie jede muss sich den Vergleich mit Stud.IP gefallen lassen – welches anscheinend die Maßstäbe setzt.
Sehr interessante Lektüre also.
Im Augenblick lohnt sich der Besuch der Seite umso mehr, weil gerade ein launiges Interview mit mir erschienen ist, in dem es u.a. um Vorbrhalte von Hochschulen gegen Open-Source-Software und die Zukunft von Stud.IP geht.
Der Artikel findet sich hier.
Und bevor es jetzt Kommentare hagelt: ja, das Foto ist gruselig.
Ich kann aber nichts dafür, ich sehe nun mal so aus.
Financial Times Deutschland
Der Financial Times Deutschland lag gestern in Vollauflage ein Sonderheft bei: “VisAVis Economy”.
Ein fünfseitiger Artikel beschäftigt sich unter der Überschrift “Wissen intelligent managen” u.a. mit dem Einsatz von Lernplattformen in Unternehmen. Auf Seite 32 gibt es einen halbseitigen Kasten, der sich ausschließlich mit Open-Source in Unternehmen und dem Stud.IP-Ableger eP beschäftigt, gwürzt mit launigen Zitaten eines gewissen Herrn Bohnsack.
Auf der VisAVis-Homepage kann man das Heft kostenlos als ePaper bekommen.
Leider nur nach Registrierung, und der Download mit FireFox funktioniert auch nicht. Demnächst gibt es aber einen Scan in unserem Pressearchiv auf der Portalseite
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