Archiv der Kategorie: 'Sonst noch was…'

It´s Down!

23.01.2008

Da hat doch tatsächlich ein Bagger ein Glasfaserkabel durchtrennt.
Und zwar ausgerechnet das einzige Kabel an dem, huh, der Göttinger Stud.IP-Server hängt. Und auch gleich noch die Portalseite www.studip.de, dieses Blog und, ach ja, die Hälfte der Entwicklungssysteme.
Das alles war nun von Samstag Morgen bis Mittwoch Mittag, also satte 5 Tage, nicht erreichbar.

Insbesondere im Hinblick auf das Göttinger System schlimm und unangenehm, vor allem aber: nicht unerwartet. Lange wurde vor einer solchen Situation gewarnt.
Momentan wird Stud.IP Göttingen mit viel Liebe und Hingabe, aber ohne nennenswerte Mittel, von der EDV im Mathematischen Institut betreut.

Warum liegt das Lern-Management-System der Uni Göttingen nicht auf einem Server im Rechenzentrum der Hochschule? Historische Gründe.
Und warum haben Studierendenvertreter den Antrag, die Migration aus Studiengebühren zu zahlen, eben noch mal um locker ein Semester verschoben? Weil ein LMS zur Grundversorgung durch die Uni gehört und deswegen kein Cent in den Ausbau und Sicherung gesteckt werden darf?
Verstehe ich nicht, immerhin stellt Stud.IP eine nicht unerhebliche Verbesserung der Qualität der Lehre da. Ein solch “missionskritisches” System besser zu sichern sollte im Interesse aller Beteiligten sein.

Notizen am Rande:
- Netteste Supportmail: “Hilfe, ich habe gerade in Stud.IP auf was geklickt und nun ist es nicht mehr erreichbar! Was habe ich getan???”
- Urlaub: Die Göttinger Poweruser haben mal wieder ihre Accounts in Trier reaktiviert und das dortige System aufgemischt
- Vergesslich: Nach 5 Tagen Stud.IP-Abstinenz kam ein Schwall von Passwortanfragen.

PlugIns: von Lehre bis Casino Royale

21.12.2007

Spielen in einem LMS?
Mit Stud.IP geht das.

Seit Stud.IP die grandiose PlugIn-Schnittstelle besitzt ist es relativ leicht eigene Erweiterungen zu programmieren und an das System anzudocken. Das macht es etwas einfacher, dass System um standortspezifische Besonderheiten zu erweitern ohne bei jedem Update wieder mit größeren Umbauten und Nachrüstungen anfangen zu müssen. Mittlerweile gibt es eine stattliche Anzahl an Erweiterungen für Stud.IP, die auf dem PlugIn-Marktplatz zu finden sind. Viele davon bieten Funktionen, die für die Lehre, Verwaltung der Hochschule oder Systemadministration sehr praktisch sind (wie die Sprechstundenanmeldung, die zentrale Evaluation oder die Nutzerverwaltung), die aber nicht in das Kernsystem integriert wurden. Dies hat verschiedene Gründe, angenehmer Nebeneffekt ist aber, dass das eigentliche Kernsystem schlank und bedienbar bleibt und nicht mit allen möglichen Funktionen vollgemüllt wird, die am Ende doch nur an zwei Standorten wirklich benutzt werden.

Andere PlugIns sind zur Erbauung der Nutzenden gedacht und daher irgendwie auch sinnvoll, obgleich das Viele durchaus anders sehen. Aber: Zocken mit Stud.IP macht Spass!
(weiterlesen …)

Unterwegs

20.12.2007

Situation: Ich muss in Sachen Stud.IP quer durchs Land und eine Hochschule von den Vorteilen des weltbesten LMS überzeugen
Gewähltes Reisemittel: DIE BAHN
Ergebnis: s.u.
Disclaimer: Wer schon keine Texte über lustige Erlebnisse mit der Bahn mehr hören kann, darf/sollte diesen Beitrag überspringen. Ich schreib den hier jetzt einfach mal dreist hin, auch wenn nur geringer Stud.IP-Bezug erkennbar ist – wenn ich es nicht aufschreibe, vergesse ich noch wie gruselig die Reise war und nehme am Ende beim nächsten mal wieder den Zug des Grauens…
(weiterlesen …)

Es war einmal: Stud.IP 0.3 – Arbeiten am offenen Herzen

20.10.2007

Ende 2000: Die Studierenden am frisch gegründeten Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft an der Universität Göttingen dürfen zum ersten Mal einen Blick in die Glaskugel werfen, die die Zukunft der digitalen Lernumgebungen an deutschen Hochschulen zeigt. Noch herrscht jedoch Unsicherheit ob der vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch Stud.IP ergeben:

„Der Herr Stockmann hat gesagt, dass wir die Unterlagen zu seiner Lehrveranstaltung nur im… ähm… Studdipp bekommen, oder wie das heißt. Wie geht denn das?“
Cornelis und André unterbrechen leicht genervt die Arbeit und schauen sich an.
„Los, du bist dran. Ich muss hier noch dringend den Bildupload korrigieren.“
„Ich kann nicht, ich habe hier noch 5 Fehler im Dateibereich und in 30 Minuten gibt Ralf eine Einführung in der Grundlagenveranstaltung mit 250 Teilnehmern, da muss das wenigstens so aussehen, als würde es funktionieren. Außerdem ist deine Teemaschine schon wieder kaputt, du bist uns also noch was schuldig“

André seufzt, räumt einen Kasten Kabel weg, so dass die blutjungen Studierenden Platz genug haben um in das mit viel zu viel Computermüll vollgestellte Büro der EDV-Abteilung eintreten zu können.
Da die Nutzer kaum ahnen können, welche großen Ziele sich die Programmierer vom ersten Tag an gesetzt haben, sind sie auch mit dem halbfertigen Konstrukt ausgesprochen zufrieden. Dank der zwangsweisen Nutzung in den wichtigsten Lehrveranstaltungen des ZiM wird Stud.IP schnell angenommen. Dass allerdings tatsächlich immer mehr reale Menschen die Software benutzen, ist für die Programmierer zunächst schwer zu fassen.

„Das System läuft erst seit 6 Wochen und wir haben schon 287 Nutzer, kaum zu glauben!“
„Machen wir ein Fass auf“
„Ihr müsst heute Abend noch ein paar Bugs fixen, da ist mir heute noch so einiges aufgefallen“ kommt Ralf die Stimmung verderbend hinzu.
„Dreck, na, dann machen wir eben kein Fass auf.“
„Aber jetzt schon 288 Nutzer!“

Allerdings treibt Ralf nicht nur die Programmiererkollegen an, sondern auch sich selbst: Seine ganze Liebe gilt dem Forensystem. Bei den mittlerweile üblichen Treffen, die jede Woche Abends im kalten Hörsaalgebäude während eines Unikinos stattfinden, programmiert er mit Bier und Notebook auf den zugigen Fluren weiter, vor allem wenn wieder einmal alle Beiträge verschwunden sind oder diese willkürlich Personen zugeordnet werden.
Diese Arbeiten am offenen Herzen des neugeborenen Systems führen in der Anfangszeit des Öfteren zum Chaos: Versionsverwaltung, Testsysteme, automatischer Abgleich der Arbeit von verschiedenen Programmierern an gleichen Systemteilen sind noch lange nicht eingeführt. Jede Änderung wird direkt in den laufenden Betrieb geworfen, erbitterte Kämpfe, wer denn zuletzt die richtigste Änderung an einer Datei vorgenommen hat, gehören zum Alltagsgeschäft.

„Ich habe die ganze Nacht daran gearbeitet, dass alle Seiten die gleichen hübschen blauen Balken oben haben und du hast einfach heute alles überschrieben.“, jammert Cornelis, der sich schon zu diesem Zeitpunkt als unerbittlicher Überwacher der optischen Konsistenz gibt.
„Entschuldige, aber ich musste einfach quer durch das System etwas an den Rechteüberprüfungen machen.“ Auch bei André ist bereits die weitere berufliche Laufbahn zu erkennen, sprich, vor allem die Programmqualität der Software zu überwachen.
„Machst du wenigstens einen Tee?“
„Ich versuchs.“

Im Göttinger-Feedbackforum findet sich noch heute das erste Statement eines Nutzers zu Stud.IP:

„Stud.IP ist eine sinnvolle und praktische Sache, jeder sollte sich meiner Meinung nach (und die ist in diesem Fall zu befolgen!) hier schnellstmöglich registrieren. Denn man kann sich scher einige unnötige Wege und Fragen sparen, wenn man hier den Überblick hat. Die Homepages sind ein nettes Feature, die Seminarübersicht ist sehr gut. Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit lassen nach meinem bisherigen Erkenntnisstand ebenfalls kaum zu wünschen übrig. Wenn das wirklich erst ein Teil der angestrebten Funktionen ist, braucht ja kein Mensch mehr zur Uni kommen, wenn das hier fertig ist. Im Sinne der Erfinder? Egal…“

Aufgrund eines seltsamen Fehlers im Forum irgendwann im Jahr 2001 lässt sich das genaue zugehörigen Datum allerdings leider nicht mehr rekonstruieren…

Ein z auf Urlaubsreise im Ei-Pieh

19.10.2007

Danke für die konstruktiven Kommentare zum letzten Eintrag.
Es gibt natürlich auch das genaue Gegenteil zu solch suboptimal gelaufener Supportkorrespondenz.
Hier ein besonders gelungenes Beipiel:

Sehr geehrter Herr Bohnsack,
auf der sehr mühsamen Suche nach der Auflösung der Abkürzung stud.IP stieß ich erst in Ihrem Glossar auf die folgende Definition:

Kurzbezeichnung für “Studienbegleitender Internetsupport von Präsenslehre”.

Doch nicht wirklich “Präsens”-Lehre! Das ist die Lehre des grammatischen Zeitausdrucks für die Gegenwart. Vielleicht meinen Sie ja “Präsenzlehre”, und das wäre dann die gegenwärtige oder aktuelle Lehre.

Bei einem im akademischen Bereich eingesetzten Programm würde ich mir schon begriffliche Genauigkeit wünschen – und natürlich eine viel schnellere Auflösung des Kürzels. Was mühe ich mich endlos, den Studis zu erklären, dass es gar nicht “schtutt-aipie” heißen kann, weil es ja eine deutsche Abkürzung ist. Helfen Sie uns doch bitte, diesen schaurigen Irrtum aus der Welt zu schaffen. Am besten gleich auf Ihrer eigenen Page!
Beste Grüße,
Prof. Dr. $Name
Zentrum für Sprachforschung
Fachhochschule $-Ort

Ah, ein Klassiker: “Wie wird Stud.IP eigentlich ausgesprochen?” in Kombination mit einem Rechtschreibfehler. Das Ganze schon mit verschmitzt formuliert, daher auch humorvoll beantwortet:

Sehr geehrter Herr Prof. $Name,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie haben natürlich vollkommen recht, es muss “Studienbegleitender Internetsupport von PräsenZlehre” heißen. Anscheinend hat sich das “z” auf eine längere Urlaubsreise begeben, weshalb das “s” die Vertretung übernehmen musste. Ich werde es umgehend ablösen lassen und ein Ersatz-”z” schicken.

Bei der Aussprache ist der Fall nicht ganz so einfach. Die ursprünglichen Entwickler hatten die Idee, den technischen Begriff “IP” (ei-pieh) mit Studium, Studierender, etc. in Verbindung zu bringen. Daher sprechen wir auch heute noch von Schtudd-Ei-Pieh. Wie Sie richtig bemerken ist dies eine Vermischung von Deutsch und Englisch. Die rein deutsche Aussprache “Schtudd-Ih-Peh” ist daher natürlich ebenfalls nicht verkehrt.

Ich muss Sie in beiden Punkten um Nachsicht bitten: auch wenn Stud.IP heute im akademischen Bereich zu unserer großen Freude stark verbreitet ist entstanden sowohl Glossar als auch Name in einer Zeit, in der die Plattform von wenigen Studierenden und Dozierenden für nur einen Fachbereich entwickelt wurde. Heute würde das vermutlich anders gehandhabt.

Mit freundlichen Grüßen
Marco Bohnsack

Die Antwort darauf will ich an dieser Stelle nicht vorenthalten.

Hallo Herr Bohnsack,

danke vielmals für Ihre ebenso schnelle wie verständnisvolle wie
originelle Reaktion auf die Intervention eines nach Erklärung Suchenden.
Ihre Antwort hat mir weitergeholfen: Ich werde jetzt nicht mehr an
schtutt-aipieh rummäkeln und kann im Zweifelsfall Ihre hilfreiche
Erklärung zitieren.

Dass Sie das so locker nehmen, freut mich in Zeiten ansonsten völlig
übertriebener Verbissenheit besonders. Insofern kann man die Verhältnisse
in der Uni nur mit heftigem Augenzwinkern ertragen.

Nochmals Dank und beste Grüße

Übrigens: Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Das Anfragen von Nutzerinnen und Nutzern von mir beantwortet werden ist die absolute Ausnahme. Normalerweise ist data-quest nicht für Supportanfragen von Nutzerinnen und Nutzern zuständig, das machen die Admins vor Ort. Unsere Aufgabe ist die Unterstützung der Betreiber an den jeweiligen Standorten (2nd-Level Support) und Weiterentwicklung der Software. Kleiner Hinweis für die Verfasserinnen und Verfasser der Mails die mich in den letzten Tagen erreichten. ;-)

Stud.IP mag Ecuador nicht?

03.10.2007

Die Studierenden sind die wichtigste Zielgruppe von Stud.IP. Wie hier schon öfter ausgeführt wurde und nicht genug betont werden kann: wir, die Entwickler, nehmen Studierende ernst. Die IDEE hinter Stud.IP, die ganze Philosophie, beruht darauf das in erster Linie Studierende mit dem System zufrieden sein sollen.

Anfragen und Hinweise werden ernst genommen, und wo immer es ein Problem gibt, versuchen wir zu helfen. Wir tun das übrigens in unserer Freizeit. Und wir tun es gerne.
Manchmal allerdings… verwirrt mich Supportkorrespondenz einfach nur:

Situation: Studierende schreibt eine Mail mit dem Betreff “Stud.IP mag Ecuador nicht”.

(…) mein problem: die meisten internetcafes blocken studip*
warum? ich finde internet sollte frei machen auch fuer
auslandssemesterstudierende…vielleicht koennt ihr irgendetwas an der einstellung
aendern* (…)

Klar, ich finde auch das Internet frei machen sollte.
Die Mail an sich enthält erst einmal wenige Informationen zum eigentlichen Problem. Dennoch gut das sie sich gemeldet hat – wenn es Schwierigkeiten beim Zugriff aus dem Ausland gibt, sollten wir die natürlich, wenn möglich, ausräumen. Meine Antwort war dazu gedacht, das Problem ein wenig einzugrenzen: mit welchem Stud.IP gab es Probleme? Wurde der Zugriff von allen Internetcafés geblockt oder nur von einigen? Welcher Browser wurde verwendet?

Die Reaktion:

ich wollte in das studip $Meinestadt, aber das ist irrelevant, da ich verschiedene uni und
andere phs zum test oeffnen wollte* was nicht funktionierte* es handelt sich hier um
einen schutz, der wohl diese seite als gefaehlich meldet* aber ich will hier niemand
aergern* (…) ich wollte sie lediglich informieren, falls sich
an diesem problem etwas aendern laesst*

Danke für die schnelle Antwort. Gerne würde ich was am Problem ändern (oder es sogar lösen, aber was genau IST eigentlich das Problem?) Ließ sich kein LogIn durchführen? War die Seite Ihres Stud.IPs gar nicht erreichbar? Gab es Fehlermeldungen? Und welcher Browser wurde verwendet? Ohne spezifischere Informationen kann ich der Sache leider nicht nachgehen.


… lieber herr Dipl.-Sozw. (…)
und bin kein informatiker und desshalb weiss ich auch nicht, welche infos sie
benoetigen um nachzuforschen* sie koennten ja fragen…
(…)
so einen unfreundlichen e-mail verkehr hatte ich noch mit keinem* entschuldigen sie,
dass ich mich gemeldet habe*
tschuesss!

Ähm?!
Ich bin im Dienstleistungsgewerbe groß geworden. JEDE Anfrage wird ernst genommen. Ich bemühe mich immer freundlich zu antworten. Ich urteile auch nicht pauschal über Menschen die ihre eigene Interpunktion erfinden. Oder die der Meinung sind das Groß- und Kleinschreibung etwas ist das nur anderen zustösst.
Umso mehr stösst es mich vor den Kopf, wenn auf, in meinen Augen normale, Fragen eine so ablehnende Reaktion erfolgt.

Studierende sind im Schnitt so um die 20, wenn sie an der Hochschule anfangen. Richtig losgelegt hat die Internetwelle so um 1997. Das heisst: Heutige Studis sind quasi mit dem Netz groß geworden. Ist die Frage nach dem verwendeten Browser heute wirklich so unzumutbar? Gehört es nicht zum emanzipiertem Umgang mit Rechnern und dem Netz, dass man sich Fehlermeldungen zumindest mal ansieht?
Oder bin ich einfach wirklich so borniert wie frau mir unterstellt?

P.S.: Und müsste es nicht heißen: “Ecuador mag Stud.IP nicht?”

Unsung Heroes: Drei Engel und die Schwarze Gang

21.09.2007

Wie geschrieben war die Tagung erfolgreich – nahezu alles lief reibungslos.
Die ist nicht nur dem Umstand zu verdanken das data-quest die Tagung schon seit fünf Jahren macht und dementsprechend Erfahrung hat. Nein, was WIRKLICH zu Erfolg beiträgt sind die vielen ehrenamtlichen Helfer. In diesem Jahr haben unsere Tagungsengel Claudia und Annette Verstärkung erfahren: ohne Antonia Blanke wäre nichts gelaufen.
Während Annette und Claudia wie immer souverän Tagungszentrale und Foyer gemanaged haben (und mit sanfter Gewalt mehr Fragebögen als je zuvor eintrieben), hat Antonia die Tagung im Vorfeld geschmissen: Orga, Sourcetalk-Poster, Programmablauf – ohne sie hätte es definitiv weniger Kaffeepausen und mehr Hektik während der Tagung gegeben.

Nicht vergessen werden sollte an dieser Stelle Tino Römer von der Sun User Group, der zusammen mit Peter Thienel die Anmeldungen und ganz allein die Rechnungslegung und Buchführung macht.

Außerdem ein herzliches und riesengroßes Dankeschön an:
- Stefan Koospal, den Uberorganisator der SourceTalk-Tage (für alles, insbesondere die kreativeren Idee)
- Ralf Köster, Hans-Martin Korten und Udo Caspari für den enormen Aufwand, eine perfekte Aufzeichnung des Plenums auf die Beine zu stellen. Herr Korten und Herr Caspari sind übrigens vom Zentrum für E-Learning und Medienentwicklung und nicht, wie ich fälschlicherweise rumtrompetet habe, vom IWF
- Die Mitarbeiter des Matheinstitutes (Codename: “Die schwarze Gang”) für Unterstützung und Hilfe im Vorfeld sowie während der Tagung: Manuel Landesfeind und Dmitry Goubenko für die Netzwerktechnik (Sorry für den rüden Anpfiff), Paul Lettich und Daniel van Ross für extreme Coolness sowie: Ben Müller, Thomas Wassong, Simon Naarman, Malte Dehling und
- Die Crew der Caféteria des Mathematischen Institutes, insbesondere die des zweiten Tages
- Die Hausmeister und Reinigungskräfe des Mathematischen Institutes für die Geduld, das endlose Türenaufschließen sowie die Hilfe beim einparken

Solte in dieser Auflistung jemand fehlen, möge man mir dies bitte melden und keine böse Absicht unterstellen. Ist nicht meine Art, jemanden zu verschweigen.

seit einem Jahr ...

16.09.2007

ein jahr studip blog

... gibt es nun schon dieses Stud.IP-Blog. Und ich finde, 47 Beiträge und 64 Kommentare sind doch nicht schlecht! Noch fleißiger als die Schreiberlinge dieses Blogs sind nur die Spammer. Aber Dank Akismet sind uns deren fast 5000 Kommentare erspart geblieben.

Egal wann

20.07.2007

Ob die Stud.IP-Tagung nun im September, Oktober oder November abgehalten wird, irgend etwas findet anscheinend immer parallel statt, dass für eine Verknappung und dementsprechen Verteuerung der Übernachtungsmöglichkeiten sorgt: entweder eine Monstertagug in Göttingen (2005) oder tausend Einzeltagungen in Göttingen (2006) oder eine Messe für irgendwas in Hannover (2007) .

Hoteliers reiben sich natürlich die Hände: plötzlich wird ein Einzelzimmer, das normalerweise 45 Euro kostet, zu Preisen von 110 Euro angeboten. Natürlich werden die Preise von Angebot und Nachfrage bestimmt – aber DAS grenzt an Unverschämtheit. Zudem ist es nicht möglich, vernünftige Kontingente zu bekommen. Für die Stud.IP-Tagung wurde uns ein Kontingent an Zimmern zu halbwegs humanen Preisen bis zum 10.09. zugesagt. Eine Woche vor der Tagung – das ist okay. Dann heißt es plötzlich: “Sorry, aber wir haben so viele Anfragen – das Kontingent kann maximal bis zum 05.08. freigehalten werden”.
Verhandlung nicht möglich.
Was soll denn sowas? Wenn wir bei data-quest den Preis eines Produktes fast verdreifachen und zudem den Lieferzeitraum nicht einhalten würden – wir hätten in Kürze keine Kunden mehr.

Aber im Hotelgewerbe geht sowas anscheinend.
Schlafen und essen muss man ja immer.

Grrrh.

Es war einmal: Stud.IP 0.2 – 15 Minuten für den Weltruhm

06.07.2007

Sommer 2000: Was man auf einen ersten, unachtsamen Blick für eine Laienspieltruppe halten könnte, die zum ersten Mal mit PHP-Förmchen spielt, sich mit MySQL-Sand bewirft und seltsames HTML sabbert, entpuppt sich schnell als eine hochmotivierte und nahezu unbezahlte Arbeitsgruppe, die verbissen ihre Vision eines Lernmanagement-Systems (LMS) umsetzt. Zu diesem Zeitpunkt ist allerdings noch niemand auf die Idee gekommen, über den Tellerrand zu schauen. Man glaubt also noch, etwas konkurrenzlos Einzigartiges zu erschaffen.
Der Kommunikationswissenschaftler namens Ralf Stockmann wirft im sekundentakt neue Programmieraufgaben an seine Hiwis aus, die eigentlich für andere Aufgaben wie Kaffeekochen oder IT-Babysitting bei Dozenten eingestellt wurden, aber irgendwie in seine Fänge geraten sind. Manche freiwillig, wie der blutjunge Student Cornelis Kater, andere über geringfügige Geldversprechen. Der einzige, der Ralfs Tatendrang gelegentlich stoppt, ist der Biologe, der niemand anders ist als Stefan Suchi:
„Also, in dieser Woche müssen die Veranstaltungsverwaltung, die Nutzerhomepage, das Dateisystem, toll aussehende Reiter…“
„Wir brauchen ein Rechtesystem. “
„…Newsfunktion, Einrichtungsverwaltung…“
„Das bringt alles nichts ohne ein Rechtesystem!“
„…Teilnehmerliste? Wer redet hier denn immer von einem Rechtesystem? Ist so was wichtig?“
„Ja. Ohne ein Rechtesystem gäbe es keinen Administrator, der du bestimmt sein willst. Also?“
Ralf gibt sich geschlagen, die Programmierer ergeben sich ihrem Schicksal und begeben sich zurück an die Arbeit in ihren düsteren Parzellen, die früher einmal Krankenhauszimmer gewesen sind.

Bevor jedoch die Version 0.2 einer breiten Öffentlichkeit – nämlich allen Studierenden in allen Veranstaltungen des frisch gegründeten Zentrums für interdisziplinäre Medienwissenschaft – zugänglich gemacht werden kann, müssen jedoch noch zwei wichtige Dinge gefunden werden: Ein Name für die Software und jemand, der es schafft, dass sie tatsächlich fertig wird.
Um das erste Problem zu lösen, betritt Cornelis noch nichts ahnend Ralfs Büro, in keinster Weise auf die schwere Bürde vorbereitet, die ihm nur Sekunden später aufgelastet werden wird.
„Wir müssen uns mit dem „Internet und Datenbanken“-Projekt für einen Wettbewerb bewerben und brauchen dafür einen wohlklingenden Namen. Du hast jetzt die Möglichkeit, viel Ruhm und Ehre zu ernten und dir diesen auszudenken.“
„Ok, cool. Ich grübele dann mal, kläre die internationalen Namensrechte…“
„Wir haben nur 15 Minuten. Und es müssen die Begriffe „studentisch“, „Internet“ und „Präsenzlehre“ vorkommen.“
„Uh…“
„Und, kochst du uns vorher noch einen Kaffee? Soviel Zeit muss sein!“
Wenig später ist der „Studentische Internetsupport von Präsenzlehre“ geboren (das Wort studentisch wird später allerdings klammheimlich gegen studienbegleitend getauscht) und wird fortan verkürzt als Stud.IP bezeichnet.

Ein Problem für den Fortschritt der Programmierarbeiten sind die beiden Tagelöhner, die frühzeitig als Programmierer angeheuert wurden. Der eine von beiden klaut seinen Code lediglich zusammen, während man bei dem anderen hofft, der Code wäre wenigstens von etwas halbwegs Funktionierendem geklaut.
„Die Zeit wird langsam knapp und Stud.IP ist ist noch lange nicht einsatzfähig… Wir haben lauter nette Einzelteile, ein halbfertiges Rechtesystem, eine desolate Nutzerhomepage aber viel zu wenig Programmierer und viel zu wenig Zeit“ panikt Ralf.
„Wir müssen nebenbei auch noch studieren und Schlafen soll eine feine Sache sein, haben wir gehört.“ werfen die drei Hiwis im Chor ein.
Ralf überlegt eine Weile und stellt dem Team wenig später André Noack vor, einen alten Kollegen aus den Zeiten der Computerkistenschieber, bei denen sie gemeinsam während ihres Studiums Kisten geschoben haben. Nicht wissend, wie ihm geschieht, muss André noch schneller als alle anderen Programmieren lernen. Eine Entscheidung, die für das Projekt nicht besser hätte sein können. Und das, obwohl André ein Sakrileg begehend als erstes eine Teemaschine im Projektbüro aufbaut.

Wenige Monate später fluten die Studierenden des neuen ZiM das System, das nur gefühlte Sekunden zuvor fertig geworden ist.
Diese Version zeigt auch, warum das Hintergrundbild in Stud.IP bis heute den Namen „bathtile.jpg“ trägt, denn aus unerfindlichen Gründen fühlten sich die damaligen Programmierer nur wohl, wenn sie die Software vor einem Badezimmerfliesenhintergrund gestalten durften…

Bathtile 2000

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