Die Menschen hinter Stud.IP: Cornelis Kater

Mit der Reihe „Die Menschen hinter Stud.IP“ wollen wir dem Stud.IP-Projekt wortwörtlich mehr Gesicht geben. Die Menschen, die sich als Entwickler, im Stud.IP-Verein oder auf vielen anderen Wegen besonders intensiv darum bemühen, Stud.IP zu verbessern, kommen selbst zu Wort.

Cornelis Kater
Cornelis Kater, Jg. 1977, erster Vorsitzender des Stud.IP e.V., Core-Group-Mitglied aus Göttingen/Hannover und zuständig für GUI-Richtlinien, Anmahnen fehlender Ränder und Bewahrung des Ur-Spirits.

1. Kannst du dich noch an deine erste Begegnung mit Stud.IP erinnern? Wie kam es dazu, dass du zum Mit-Macher geworden bist?

Ich glaube, Stud.IP ist mir nicht begegnet, ich war zuerst da ūüôā Zumindest kann ich nicht davon sprechen, welchen Eindruck es gemacht hat – immerhin war ich daran beteiligt, dafür zu sorgen, dass es¬†überhaupt erst anderen begegnen konnte.
Tatsächlich war ich damals Teil der Gruppe von Personen, die die ersten Ideen zusammengetragen haben und auch der Name war ein Ergebnis eines rasanten Brainstormings zwischen Ralf¬†Stockmann und mir, um eine wichtige Headline zu schaffen. In den Jahren danach war ich an der Entwicklung vieler Kernfunktionen beteiligt und finde noch immer vieles davon im System wieder, was¬†zuweilen ein wenig seltsames Gefühl hinterlässt‚Ķ.

2. Was ist heute deine Rolle im Stud.IP-Team?

Ich habe mehrere Rollen: Als Vorsitzender des Stud.IP e.V. kümmere ich mich darum, die Ausrichtung des Projektes und das Zusammenwirken der verschiedenen Hochschulen zu organisieren. Der¬†Stud.IP e.V. richtet zudem CodeCamps und Entwicklerwochenenden aus und spielt im eCult-Projekt, das unter anderem die Weiterentwicklung von Stud.IP zum Ziel hat, eine wichtige koordinierende¬†Rolle.

Ein anderer Hut ist die Mitgliedschaft in der CoreGroup. Als einer der ersten Programmierer im Projekt bin ich noch immer an der Entwicklung beteiligt. Mittlerweile kümmere ich mich vor allem um das¬†Design des Systems, Navigationsstruktur und andere visuelle Elemente, auch außerhalb der eigentlichen Software.

3. Benutzt du Stud.IP eigentlich selbst? Wofür?

Meistens nutze ich es eher weniger, da ich weder in Lehre tätig bin noch die Rolle des Nutzers allzu oft einnehmen kann. Ich kenne es vor allem vom Entwicklerserver, auf dem wir unsere Diskussionen¬†rund um die Software führen und werde darüber hinaus von meinem Mitarbeitern an der Leibniz Universität als sowas wie ein Stud.IP-Universallexikom missbraucht, um bei Fragen und neuen¬†Anwendungsfällen schnell Ideen oder Lösungen zu präsentieren. Die Nutzung ist dabei also eher ein wenig abstrakt, was mir jedoch immer wieder die Möglichkeit gibt, die Software von außen kritisch¬†zu beäugen und damit neue Ideen zu entwickeln.

4. Wenn du einen Wunsch frei hättest für etwas, dass Stud.IP über Nacht besser, anders oder überhaupt kann: Was wäre das?

Ich würde gerne einfach durch einen Fingerstreich einige ältere Bereiche aufräumen und einheitlich gestalten. Es gibt mittlerweile sehr viele ausgereifte Ideen und konkrete Vorstellungen, wie sich die¬†Software anfühlen sollte, wie der Nutzer geführt wird und wie sich ansonsten viele Bereiche frisch und leicht verständlich präsentieren lassen. Ein anderer Wunsch wäre, eine neue Oberfläche zu¬†entwickeln, die auf berührungsbasierten Geräten dem Nutzer Stud.IP direkt in die Hand legt und das unmittelbare Arbeiten an Dokumenten und Inhalten vereinfacht.

Hmm, eigentlich habe ich nur einen Wunsch frei‚Ķ aber vielleicht wird der eine oder andere Wunsch schon sehr bald im Rahmen der eCult-Projektförderung Wirklichkeit und ich kann diesen besondere¬†Wunsch für ganz andere Dinge verwenden…

5. An Open-Source-Software finde ich immer besonders faszinierend, dass es dank der freien Lizenz Leute gibt, die die Software hernehmen und für etwas zurechtbiegen, womit keiner der Entwickler¬†gerechnet hätte. Du hast da ja glaube ich einen ganz guten Überblick: Welcher Stud.IP-Einsatz hat sich besonders überrascht?

Am meisten überrascht hat mich das DFB-Projekt, das „grüne“ Stud.IP, in dem die Software für die Schriedsrichteraubsildung eingesetzt wird.

6. Welche Software oder Webdienste benutzt du gerne, an welchen Softwareprojekten arbeitest du mit – abgesehen von Stud.IP?

Zur Zeit gefällt mir besonders gut Dropbox zum Austausch von Dateien, Mindmeister zur Strukturierung von Projekten und ToDos via Mindmaps und zahlreiche Apps, insbesondere im Tablet-Bereich.¬†Es ist sehr faszinierend, welche wichtige Sprung der Vereinfachung der Bedienung von Computer hier gerade passiert.

7. Wenn weder Stud.IP noch Job anstehen – was macht dir Spaß, gibt dir neue Energie und macht für dich das Leben lebenswert?

Das sind so einige Dinge: Lesen, die Mitarbeit am Studententheater in Göttingen, Schreiben oder, ganz aktuell, ein eigener Podcast, rund um Architektur und Stadtkultur (http://schoene-ecken.de).¬†Und wenn gar nichts ansteht fahre ich einfach raus und schaue mir mir unbekannte Städte, Landschaften oder Länder an.

8. Wo steht ihr in 5 Jahren – also du und Stud.IP?

In 5 Jahren werden wir erfolgreich das eCult-Projekt umgesetzt haben und Stud.IP auf innovative und trotzdem zur Philosophie des Projektes passende Art und Weise um viele neue¬†Möglichkeiten erweitert haben. Wir werden auf ganz andere Art und Weise mit digitalen Medien aus Stud.IP arbeiten und interagieren und bis dahin vielleicht auch den einen oder¬†anderen neuen Standort für die Software begeistern können. Wie ich mich kenne werde ich selbst vermutlich eine Reihe von Dingen im Kopf haben, die mit derzeit noch völlig fremd¬†sind und die ich mit dem Projekt teilen kann. Ich bin sehr gespannt, was mich und was uns erwartet und was wir bis dahin noch gemeinsam erleben werden.

1 thought on “Die Menschen hinter Stud.IP: Cornelis Kater

  1. Clemens

    Ja, das „grüne“ Stud.IP fand ich auch sehr hübsch, nachdem wir eigentlich gar nicht so lange am Standard-Design einiges verändert hatten. Problematisch war das wording, da ist noch vieles im Code und auf diverse Dateien verteilt, wenn man Semester weg und Saison da haben möchte oder aus allen DozentInnen Trainer machen möchte.

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