Die Menschen hinter Stud.IP: Marco Bohnsack

Mit der Reihe „Die Menschen hinter Stud.IP“ wollen wir dem Stud.IP-Projekt wortwörtlich mehr Gesicht geben. Die Menschen, die sich als Entwickler, im Stud.IP-Verein oder auf vielen anderen Wegen besonders intensiv darum bemühen, Stud.IP zu verbessern, kommen selbst zu Wort.

Marco Bohnsack, Schatzmeister des Stud.IP e.V., Core-Group-Mitglied aus Göttingen, zuständig für PR, Motivatorisches und gamehistorische Vergleiche.

1. Kannst du dich noch an deine erste Begegnung mit Stud.IP erinnern? Was war dein erster Eindruck und wie kam es dazu, dass du vom reinen Nutzer zum Mit-Macher geworden bist?

Meine Erstkontakt fand in einem Seminar an der Uni statt. Ich war Student, und Stud.IP wurde von einem jungen Dozenten eingesetzt, den ich sehr schätze. Das System schien mir auf Anhieb alles zu bieten, was ich mir schon lange wünschte: Dateiordner im Netz, Adresslisten der Kommilitonen, Kommunikationsmittel – perfekt. Und dann bekam ich mit, das der geschätzte Dozent – es war Ralf Stockmann – und sein Hiwi – das war Cornelis Kater – diese Software selbst entwickelten! Ich schrieb dann einem weiteren Mitstreiter der Stud.IP-Entwicklung, Stefan Suchi, nächtelang Fehlerbeschreibungen und Anregungen. So lange, bis er mich zum Betatester machte. Das war das richtige für mich, weil ich nicht programmieren konnte und bis heute nicht kann. Später habe ich dann die Hilfeseiten in ihrer ersten Version erstellt bzw. überarbeitet.

2. Was ist heute deine Rolle im Stud.IP-Team? Was machst du ansonsten beruflich?

Heute bin ich der PR-Beauftragte der CoreGroup. Zu meinen Aufgaben gehört die Pflege der Portalseite, die Formulierung von Pressemitteilungen und die Verbreitung von Informationen über Twitter, Facebook, News, usw.

Ansonsten bin ich beruflich Geschäftsführer der data-quest GmbH, die – passend – Dienstleistungen und Support für Stud.IP anbietet. Ich konnte also mein Freizeitvergnügen zum Beruf machen. Die Begeisterung für das Freizeitvergnügen hat sich übrigens ins Tagesgeschäft übertragen und ist immer noch genauso stark wie früher.

3. Benutzt du Stud.IP eigentlich selbst? Wofür?

Wir nutzen in der Firma ein modifiziertes Stud.IP als Allroundplattform. Stud.IP bringt alles mit, was wir im Unternehmen brauchen, vom Kalender über Datei- und Infoablage bis hin zum Adressbuch. Ausserdem benutze ich natürlich die jeweils allerneueste Entwicklungsversion um mit der Coregroup zu kommunizieren und die jeweils neueste Releaseversion für Präsentationen.

4. Wenn du einen Wunsch frei hättest für etwas, dass Stud.IP über Nacht besser, anders oder überhaupt kann: Was wäre das?

Ich möchte für Stud.IP endlich vernünftigen Zugang auf Mobilgeräten haben. Entweder als App oder als optimierte Website, Hauptsache Mobil. Das ist die Zukunft, ohne das geht es nicht. Leider kann data-quest das nicht einfach mal so nebenbei entwickeln – wir brauchen dazu Partner, die mit Ideen und evtl auch finanziell unterstützen.

5. An Open-Source-Software finde ich immer besonders faszinierend, dass es dank der freien Lizenz Leute gibt, die die Software hernehmen und für etwas zurechtbiegen, womit keiner der Entwickler gerechnet hätte. Du hast da ja glaube ich einen ganz guten Überblick: Welcher Stud.IP-Einsatz hat sich besonders überrascht?

Mich hat der Einsatz an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt überrascht, wo Stud.IP unter dem Namen „Buschtrommel“ für interne Kommunikation, Projektkoordination und die Verwaltung der Dienstwagen genutzt wird. Faszinierend ist auch der Augsburger Digicampus, unter dessen Oberfläche Stud.IP als Herz des ganzen läuft, oder das Institut für klinische Studien am Göttinger Klinikum, wo Forschungsstudien mit dem System verwaltet werden.

6. Welche Software oder Webdienste benutzt du gerne, an welchen Softwareprojekten arbeitest du mit – abgesehen von Stud.IP?

Außer an Stud.IP arbeite ich natürlich an vielen Firmenprojekten mit, aber das zählt, glaube ich, nicht für diese Frage 🙂

Ich benutze gerne und oft „Pages“ und „Keynote“ auf dem Mac und bin – einer der wenigen  – Fans von MobileMe. Diesen „Exchangeserver für Privatnutzer“ finde ich so gut gemacht, dass ich dafür sogar Geld zahle.

7. Wenn weder Stud.IP noch Job anstehen – was macht dir Spaß, gibt dir neue Energie und macht für dich das Leben lebenswert?

Ich lebe da ziemlich krasse Gegensätze aus – auf der einen Seite bin ich ein Film- und Gamenerd, der Dir die Handlung von „Deus Ex“ im Detail nacherzählen kann, auf der anderen Seite reise ich gerne, um mir zuvor angelesenes Wissen über Kunstgeschichte und Architektur in Natura anzusehen.

8. Wo steht ihr in 5 Jahren – also du und Stud.IP?

Stud.IP wird die wichtigste Plattform zur Aus- und Weiterbildung in allen Bereichen in den nördlichen Bundesländern sein. Ich werde nach wie vor stolz sein, Teil eines so großen Projektes sein zu können und versuchen, Stud.IP auch in Bayern bekannt zu machen.

 

Das Interview führte Tobias Thelen.

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