Die Menschen hinter Stud.IP: Nico Müller

Mit der Reihe „Die Menschen hinter Stud.IP“ wollen wir dem Stud.IP-Projekt wortwörtlich mehr Gesicht geben. Die Menschen, die sich als Entwickler, im Stud.IP-Verein oder auf vielen anderen Wegen besonders intensiv darum bemühen, Stud.IP zu verbessern, kommen selbst zu Wort.

Nico Müller, Jahrgang 1976, Core-Group-Mitglied aus Oldenburg, zuständig für Funktionalitäts-Tests, dynamisches Campusmanagement und Berlinerisches

Kannst  du dich noch an deine erste Begegnung mit Stud.IP erinnern? Wie kam es dazu und was  war dein erster  Eindruck?

Ich glaube es war im Jahr 2005. Für mich war Stud.IP damals eine Art Konkurrenzprodukt. Im Zuge eines DFG-Projektes musste ich ein Web-Portal aufbauen, was als Campusmanagementsystem dienen sollte und einige Funktionen die damals bereits in Stud.IP umgesetzt waren, waren auch fürs Portal vorgesehen.

Was ist heute deine Rolle im Stud.IP-Team  insgesamt und in Oldenburg?

6 Jahre später gehöre ich zur Stud.IP-Coregroup und bin für die Funktionstests verantwortlich. In den letzten 2 Jahren habe ich einige bewerte Funktionen, die hier in Oldenburg als Plugin entwickelt wurden, direkt in den Kern eingebaut. Aktuell schreibe ich gemeinsam mit den Kollegen von data-quest gerade an einem neuen Konzept  für eine Studienmodulstruktur (auf Grundlage von Bologna) die in dem Stud.IP- Kern eingebaut werden soll.

Für Oldenburg ist Stud.IP mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die gesamte Veranstaltungs- und Modulplanung wird über das System abgewickelt. Für die zentrale Raumverwaltung dient Stud.IP ebenfalls als nicht mehr wegzudenkender Bestandteil bei der Raumvergabe. Die Studierenden erhalten alle wichtigen Informationen zu ihrem Studiengang direkt und personali- siert in Stud.IP. Sie können ihre Noten einsehen und sich zu Prüfungen anmelden. Bekommen gezeigt, welche Studienmodule sie für das aktuelle Semester für ihren Studiengang belegen sollten und welche sie bereits abgeschlossen haben.

Gibt es in Stud.IP etwas, das  du entwickelt hast,  worauf du ein bisschen stolz bist und das  die Leser  ab jetzt mit dir in Verbindung bringen  können?

Im Bereich „globale Einstellungen“ gibt es ab der 2.0 – 2.2 neue Funktionen und Masken, die den Stud.IP-Alltag für einen Administrator oder einer Administratorin ein wenig leichter machen. Wenn die neuen Studienmodulstrukturen und die neuen Anmeldeverfahren eingebaut sind, habe ich zumindest geistige Anteile daran.

Wenn du einen Wunsch frei hättest für etwas, dass Stud.IP über Nacht besser, anders oder überhaupt kann: Was wäre das?

Den gesamten Quellcode auf Trails umgestellt zu haben.

Weshalb ist es deiner  Meinung  nach  wichtig, dass Stud.IP ein Open-Source-Projekt ist?

Weil es Hochschulen die Chance bietet, für wenig Geld viele ihrer hochschulspezifischen Bedürfnisse über Stud.IP abbilden zu können.

Welche Software oder Webdienste benutzt du gerne, an welchen Softwareprojekten arbeitest du mit – abgesehen von Stud.IP?

Seit kurzem bin ich ein großer Fan von Gnome 3.0. Ich war selten von einer Oberfläche so beeindruckt wie von dieser. Weiterhin freue ich mich schon auf den zeitnahen Einsatz der Dokumentationssoftware datango2 . Sie wird uns hoffentlich das Leben im Bereich Kunden- Support erleichtern.

Wenn weder  Stud.IP noch Job anstehen – was  macht  dir Spaß, gibt dir neue Energie und macht  für dich das  Leben  lebenswert?

Ganzen oben stehen natürlich die Familie und Freunde. Dicht gefolgt von der Fußball-Bundesliga
;-).

Wo steht ihr in 5 Jahren  – also du und Stud.IP?

Hier möchte ich meinen Kollegen aus Osnabrück, Frank Ollermann zitieren:

Stud.IP wird in fünf Jahren technisch runderneuert, einheitlich, zeitgemäß und mobil bedienbar und noch besser auf die Anforderungen von Lehrenden und Stu- dierenden angepasst sein.

Und ich werde hoffentlich immer noch hier in Oldenburg für dieses System verantwortlich sein.

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