Drum ePrüfe dich mit Stud.IP

Schon in der E-Learning-Steinzeit, so ca. 1997, wurde in Osnabrück elektronisch geübt und geprüft. Das Projekt »Virtueller Campus Sprache – Wissen – Information« hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Übungsbetrieb für Programmiervorlesungen zur Künstlichen Intelligenz mit einer elektronischen Übungsumgebung zu erleichtern. Es folgte eine wechselvolle Geschichte von Implementationen, Reimplementationen, Erweiterungen und hochinnovativen KI-Korrekturmechanismen.

Eine Besonderheit des Projektes war, dass von Anfang an der Praxiseinsatz im Mittelpunkt stand. An den Unis in Osnabrück, Hildesheim und Hannover wurde der »Virtual Campus Prolog Tutor« von mehreren hundert Studierenden eingesetzt. Mit der Evolution der E-Learning-Landschaft hat sich auch das Produkt gewandelt. Stand zunächst eine komplexe, ausgewachsene Java-Client-Anwendung für den Versuch, eine Softwareentwicklungsumgebung in den Browser zu bringen, spielte später eine schlanke Weiterentwicklung von Helmar Gust die Hauptrolle. Dieses System, der „minimal virtual campus“ (mvc) brachte auch das erste Mal ein Modul für elektronische Klausuren mit, die damit seit Jahren im Studiengang Cognitive Science an der Uni Osnabrück geschrieben werden.

Der bislang letzte Evolutionsschritt war die Integration des »virtuellen Prüfungssystems«, wie es jetzt unter dem Kürzel ViPs firmiert, in eine vollständige Lernplattform. Nämlich Stud.IP. Damit ist es nun möglich, für jede Veranstaltung Übungsblättter und Klausuren anzulegen und Tutoren und Dozenten bei der Korrektur zu unterstützen. ViPs beschränkt sich nicht auf Programmieraufgaben, sondern erlaubt es, beliebige Inhalte über Multiple-Choice und Freitextaufgaben abzufragen. Neue Aufgabentypen können leicht hinzugefügt werden. Über die Integration in Stud.IP, die Möglichkeiten des Systems und unsere Erfahrungen habe ich schon im November 2005 bei der Fachtagung »Computergestützte Prüfungen« (Videoaufzeichnung) in Bremen berichtet.

Der Grund, warum ViPs jetzt eine Meldung wert ist: Elmar Ludwig hat aus der bislang ausschließlich osnabrückischen Erweiterung ein Plugin gebaut, das mit der im April kommenden Stud.IP-Release-Version 1.5 für alle Stud.IP-Betreiber einsetzbar ist. Seit heute liegt eine erste Fassung des Plugins auf dem Developer-Server und kann von Interessierten bereits mit der aktuellen SVN-Version getestet werden.

Wir freuen uns auf Diskussionen mit allen, die sich für die Abwicklung des Übungsbetriebs und elektronische Klausuren mit Stud.IP interessieren.

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