Foxxy Gun?!

Ruft eine ältere Dame früh morgens bei data-quest an und behauptet, sie wäre Foxxy Gun.
Hä?
Danach fürchterlich aufgeregtes Stottern und Stammeln.
Zeige mich irritiert, muss mehrfach nachfragen.
Und zwischendurch ein wenig trösten und aufbauen:
sie ist vor Aufregung den Tränen nahe.
Stellt sich heraus, dass die alte Dame Ursula Meier (solche Namen werden heute gar nicht mehr gebaut!) heißt und für die Firma DoKsiGum (Name ganz leicht verfremdet) arbeitet.

Das hört sich nach Kaugummipapier oder Reifenservice an.
Nein, sagt die Ursula, die machen so Finanzdingens.
Was genau hat sie aber gerade vergessen.
Ob sie mir was faxen darf.
Ob nicht was im Netz steht, will ich wissen
Da wird Frau Meier noch unsicherer –
anscheinend ist ihr das Internet nicht geheuer.

Normalerweise nutze ich das Abkanzeln von Telefonmarketieren gerne dazu mal den ekligen Boss raushängen zu lassen, aber ich habe ja ein Herz für alte Damen, sie darf mir also was faxen und morgen noch mal anrufen.
Sie freut sich einen Ast, so als könnte sie es gar nicht glauben.
Bedankt sich tausendmal.
Schiebt zwischendurch noch ein, dass das Wetter ja so toll ist –
herrje, noch zwei Minuten und sie hätte von ihren Enkeln erzählt!

Fünf Minuten und einen Kaffee später ruft Frau Meier noch mal an.
Fragt kleinlaut, ob sie meine Faxnummer haben dürfte.
Das hat sie in der Aufregung ganz vergessen.
Darf Sie.

Sie hat dann auch gleich was gefaxt.
Nämlich ein weißes Blatt Papier.
Meine Güte, Ursula, die bedruckte Seite kommt nach unten ins Gerät!
Und am nächsten Tag angerufen hat sie auch nicht.
Fühlte mich versetzt.
Offensichtlich kann sich DokSiGum ein eigenes Callcenter leisten.
Mit genau einer Agentin: der Mutter des Geschäftsführers.

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