Hilfe zur Hilfe

In der vergangenen Woche fand an gleich zwei vollen Tagen der Workshop „“Tooltips, FAQ und Hilfetour zur Anwendungsunterstützung“ statt. Der Workshop wurde durch das BMBF-Verbundprojekt eCult, in dem der Verein Partner ist, ermöglicht. Der Stud.IP e.V hatte bundesweit Didaktikerinnen und Didaktiker sowie Entwicklerinnen und Entwickler eingeladen, gemeinsam an Konzepten und Umsetzung zur besseren Anwendungsunterstützung zu feilen.

Hinter diesem. etwas sperrig wirkenden, Begriff verbirgt sich nichts anderes als die unteschiedlichen Hilfefunktionen, die beim Umgang mit Stud.IP unterstützen sollen.

Bislang gibt es in Stud.IP drei Funktionen, die das Leben ein wenig erleichtern:

1. Hilfeseiten
2. Tooltips
3. Touren

In drei Arbeitsgruppen wurde zu jedem dieser Bereiche gearbeitet, zusätztlich gab es noch eine Metagruppe, die die technische Konzeption und Umsetzung beackerte.

1. Hilfeseiten:
Die bisherigen Hilfeseiten sind kontextsensitiv und liegen in einem PM-Wiki. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen kann man damit beliebig viele Autorinnen und Autoren zulassen, zum anderen ist es möglich, gezielt einzelne Seiten nur für einen Standort anzupassen. Es gibt also eine basale Hilfe, die in Teilen lokal angepasst wird.

Dieses Modell und die technische Grundlage sollen beibehalten werden. Was es heute aber nicht mehr braucht, ist die große Erklärtiefe der Hilfeseiten. Selbst aus heutiger Sicht triviale Dinge werden zu umfangreich beschrieben. Die Hilfeseiten sollen also überarbeitet und entschlackt werden, dafür gibt es jetzt auch konkrete Vorgaben (in denen auch Ansprache, Stil u.ä. festgelegt sind). Außerdem soll ein neuer Bereich in der Hilfe geschaffen werden, der „Anwednungsszenarien“ heisst. Hier sollen die Ideen hinter Stud.IP-Funktionen und deren Nutzen beschrieben werden. Beispiel: Die Seite „Teilnehmende“ in Veranstaltungen. Die hat eine Gruppenfunktion. Es ist eine Sache technisch zu beschreiben wie man Gruppen einrichtet. Aber eine ganz andere zu erklären, wie das die Lehrenden z.B. bei der Referatsvergabe entlasten kann. Hier kommt die neue Szenarienhilfe zum Einsatz.

2. Tooltips
Tooltips sind die Texte in den kleinen „Info-Is“, die bereits auf einigen Seiten zu finden sind. Sie erklären mit einem sehr knappen Text präzise die Funktion, neben der sich das I befindet.
Bislang finden sich die Is nur auf wenigen Seite, dass soll aber zukünftig erweitert werden. Außerdem soll weggegangen werden von dem I – dieses sollte für „Information“ stehen, wird aber so nicht wahrgenommen. Stattdessen sollen nun kleine Fragezeichen direkt auf Erklärungen hinweisen, allerdings nicht mehr als fünf davon pro Seite.

3. Touren
Touren sind kleine Führungen durch eine oder mehrere Stud.IP-Seiten, die Schritt für Schritt Funktionen erläutern. Bislang gibt es Touren im Forum und im PlugIn für das Lerntagebuch, allerdings jeweils mit unterschiedlichen technischen Frameworks. Die Arbeitsgruppe erarbeitete ein Konzept für eine einheitliche technische Umsetzung. Diese soll direkt im Kernsystem angesiedelt sein und es ermöglichen, zukünftig leicht Touren zu programmieren.

4. Meta
„Meta“ trifft es bei dieser Arbeitsgruppe nur zur Hälfte. Tatsächlich war es auch „Technik“, denn hier wurde ein umfassendes Konzept für ein Hilfe-Center aufgestellt, inhaltliche Vorstellungen entwickelt und ein neues Design besprochen.

Zukünftig soll es auf jeder Seite des Kernsystems eine Lasche mit einem Fragezeichen geben. Ein Klick darauf führt zu seinem kurzen Text, der wiedergibt, was man auf dieser Seite tun kann und wozu sie da ist. Direkte Links führen zu weiterführender Hilfe zu 1. Bedienung und 2. Anwendungsszenarien oder ermöglichen es, falls vorhanden, eine Tour zu starten. Außerdem soll die „Hilfelasche“ auch Kontaktpersonen nennen.

Damit die Inhalte von Hilfelasche und ggf. Tour und Tooltips verwaltet werden können, soll es ein neues Hilfecenter für Systemadmins geben, in dem grundlegende Konfigurationen vorgenommen werden und Inhalte verwaltet werden sollen. Was dagegen wegfallen wird: Hilfestellungen in den Infoboxen. Grundlage für alle Arbeiten ist die Durchführung der Templatisierung.

In der Summe waren das sehr erfolgreiche zwei Tage. Wichtig wird aber nun sein, dass die erarbeiteten Konzepte umgesetzt und die Arbeiten fortgeführt werden. Wie immer gilt hier: Der Verein hat selbst keine Entwicklungsressourcen, aber jede und jeder, der an der Umsetzung mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen und kann sich auf dem Developerserver oder per Mail an Bohnsack@studip.de weitere Infos holen.

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