Monsters in Münster

Wieder zurück vom CampusSource-Workshop!

Ja, es war launig – drei Tage lang Vorträge zu aktuellen E-Learnig-Szenarien, zwei Tage lang Ausstellung der CampusSource-Developers (zu denen Stud.IP natürlich auch zählt), einen Tag Vorstellung der Neuheiten der Systeme, eine Nacht lang Spaß, nebenbei nette Leute wie Herrn D. und Frau M. aus dem H., Herrn E., Frau T. und Herrn TT aus OS und Frau W. aus H. an der T. wieder getroffen.
Allgemein: weniger Beteiligung als im letzten Jahr – und die Messe war mehr als ernüchternd.
Aber der Reihe nach:

Der CampusSource-Workshop sollte aus drei Teilen bestehen: Vorstellungen der Systemneuheiten, Vorträgen zu E-Learnig & der Austellung der CS-Entwickler.

Schön: alle CampusSource-Entwicklungen (9 Plattformen, 8 Tools) waren vertreten.
Weniger schön: am ersten von drei Tagen sollten die Neuigkeiten ALLER CS-Systeme vorgestellt werden.

Dummerweise hielt sich auch kaum jemand an die Vorgabe von 15 Minuten pro System – in epischer Breite wurde bis zu 35 Folien aufgelegt, zu jeder Folie mindestens 3 Minuten gesprochen, die Software in jeder Einzelheit (jawohl, wir sind jetzt Datenbankbasiert!) gepriesen – den Verzug im Zeitplan mag man sich vorstellen, genau wie die Verstimmung des Publikums, welches irgendwann schlicht die Grenzen der Aufnahmekapazität erreichte.

Einzig die Vorträge von ComSy und Stud.IP haben sich an die Abmachung (15 Minuten, nur Neuheiten) gehalten und schon allein dadurch einen guten Eindruck hinterlassen.

Gerade unserer hat dennoch gute Resonanz hervorgerufen, nicht nur, weil er kurz war und vermittels belustigernder Illustrationen am Einschlafen hinderte, sondern weil das Thema „E-Learning und Recht“ eingige aufrüttelte. Gerade „Unsichtbarkeit von Nutzern“ war für diejenigen interessant, die schon gemerkt haben, dass es sowas wie Datenschutz gibt.

Für eine atemlose Pause im Saal sorgete noch die mysteriöse Ankündigung, dass eines der „NEXT BIG THINGs“ von Stud.IP sehr interessant für all diejeingen seinn könnte, die HIS-Produkte noch nicht einsetzen oder davon weg wollen.

Apropos HIS: Herr Dr. Hübner war ebenfalls in Münster und hielt einen sehr bewegenden Vortrag über die HIS-Pläne bis 2010 und darüber hinaus.
Da eine der HIS-Prinzipien iterative und kundenorientierte Workflows sind, gab es allerdings keine Termine (verbindliche oder unverbindliche) für irgendwelche Entwicklungen zu vermelden. Termine gehen zu Lasten der Qualität der Software, und das will doch niemand.
– den Quantensprungzeitbeschleuniger hat halt noch niemand erfunden.

Sehr interessant war der Austausch mit Kollegen: was so in Kamerun und den USA abgeht ist mehr als griffig, von deren Überlegungen können sogar aktuelle Projekte zwischen Wiehengebirge und Witzenhausen profitieren.
Und auch zwischen den deutschen OS-Plattformen kann sich noch Spannendes ergeben (Stichwort: deutsches Sakai-Projekt).

Von daher hat sich diese Außenmission gelohnt – dummerweise hat sich kaum einer der Teilnehmenden für die Ausstellung interessiert- unser schnuckiger Messestand war daher vermutlich umsonst. Ach ja, wo wir gerade bei Stand und Organisation sind: die funktionierte wirklich reibungslos – ein großes Lob an die Organisatoren, insbesondere an den unersetzbaren Stefan Neveling und sein Team helfender Hände.

Ein Gedanke zu „Monsters in Münster

  1. Tobias Thelen

    Ich war über die doch relativ spärlich besetzten Reihen der wunderschönen und ehrwürdigen Aula im Münsteraner Schloss erstaunt. Daran mag die abschreckende Preisgestaltung des Workshops ihren Anteil gehabt haben. Weder für Veranstaltungen, die im weiteren Sinne unter „Werbung“ einzustufen sind, noch für Workshops, bei denen Experten unter sich und konzentriert an Lösungen arbeiten, bin ich derartige Summen gewohnt. Von daher ist mir unklar geblieben, wer denn eigentlich die Zielgruppe der Veranstaltung gewesen sein soll.

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