Wir nennen es Stud.IP – Spontanpräsentation am 25.8. in Berlin

Vom 23.-26. August startet in Berlin zum ersten mal das »9to5. Wir nennen es Arbeit – Festival-Camp« Das offizielle Programm beginnt jeweils um 21 Uhr, aber auch vorher gibt es schon (und noch dazu kostenlos) Gelegenheit, im Radialsystem V zu leben, zu arbeiten, zu netzwerken – oder z.B. zum OpenBeamer-Forum zu gehen. Das lohnt sich besonders am Samstag, wenn das Tagesmotto »Weltverbesserung« lautet und um 18.00 Uhr im Raum »Bremen« ein fruchtiger Spontanvortrag von Tobias Thelen und anderen mitgereisten Osnabrückern steigt:

Thema: Open-Source-Lernplattform zwischen Enthusiasmus und Institutionalisierung

25.8.2007, Berlin – Radialsystem V, 18.00 Uhr

»Man flirtet und chattet statt zu arbeiten«
(ein entrüsteter Professor über Stud.IP)

Stud.IP (Witze über den Namen sind willkommen, aber: Wir kennen sie alle schon!) ist vor fast 8 Jahren als Open-Source-Projekt mit subversivem Enthusiasmus gestartet: Ein paar Gedanken, die man heute als »2.0« bezeichnen würde, sollten systematisch in den Uni-Alltag geschmuggelt werden.

Entstanden ist eine »Lern- und Kommunikationsplattform«, die sich deutlich von kommerziellen Konkurrenzplattformen abheben will. Bei denen wird Studium und Bildung nämlich gerne mit Begriffen wie »Instruktion«, »Lernfortschrittskontrolle« und »Training« in Verbindung gebracht. Im Gegensatz dazu und zu zentralen, reinen Studi-Netzwerken wie z.B. StudiVZ war und ist der Stud.IP-Ansatz: Je eine Installation vor Ort, vorhandene Strukturen aufgreifen, Lehrende einbeziehen, gleichberechtigte Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden.

Inzwischen ist das Projekt sehr »erfolgreich«. Mehr als ein dutzend Hochschulen setzen voll auf Stud.IP, finanzieren die Entwicklung mit oder stellen Mitarbeiter für die Entwicklung ab. Um das Projekt herum sind Verdienstmöglichkeiten für Support und Entwicklungsdienstleitungen entstanden.

Neben einer Vorstellung der Grundgedanken, einigen ganz kurzen Einblicken in das »Leben« in der Plattform und ein paar Bemerkungen zur Organisationsform als Open-Source-Projekt möchten wir vor allem den Fragen nachgehen: Was ist aus dem Enthusiasmus geworden? Ist das Projekt auf die schiefe Bahn der Institutionalisierung geraten? Wie ist das Verhältnis zwischen »freien Ideen« und bezahlten Entwicklungen? Wie kann es gelingen, dass so etwas wie Stud.IP sexy bleibt? Fertige Patentlösungen für die Fragen haben wir nicht und freuen wir uns auf spannende Diskussionen.

Seid dabei! Erzählt es weiter! Schaut rein! Macht mit! Oder werdet wichtige Fragen – wenn ihr nicht selbst kommen könnt – wenigstens im Forum vorab los: http://9to5.wirnennenesarbeit.de/forum/topic.php?id=20&page. Wer nochwas anregen möchte: Mail an mich, Forum auf dem Developer-Server oder Kommentar hierlassen.

2 Gedanken zu „Wir nennen es Stud.IP – Spontanpräsentation am 25.8. in Berlin

  1. Giovanna

    Hallo erstmal!
    Ich wollte auf dem Developer-Server im Forum etwas schreiben, komme da aber dummerweise nicht rein.
    Wenn man Anregungen zu Stud.ip hat oder meint, dass irgendwo etwas fehlt: an wen wendet man sich da?
    Lieber Gruß, Giovanna C.

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