Wo seid ihr?

Ich glaube ja eigentlich nicht an solchen Schnickschnack, aber wenn man ein Zeichen, einen Wink und nicht nur einen kleinen sondern schon den sprichwörtlichen mit dem Zaunpfahl bekommt, sollte man der Sache vielleicht doch mal nachgehen und seiner Bestimmung folgen. Vorhin haben wir in gemütlicher Runde das Gummibären-Orakel befragt. Es ging der Reihe nach und die Runde staunte. Das Orakel kannte uns alle! Die Deutungen des Orakels stimmten meist zu 109%. Ich war an der Reihe und zog: „Zwei rote, ein gelbes, ein weißes und ein orangenes Bärchen“.

Mir schwante nichts Gutes. Irgendwie hatte ich es ja schon immer gespürt: Irgendetwas stimmt in meiner Umgebung nicht. Ich konnte bisher nur nicht genau sagen was es ist, nur so ein ständiges ungutes Gefühl in der Magengegend.

Unsere Gäste sind längst gegangen und ich sitze am Computer und surfe etwas ziellos kreuz und quer durchs Internet. Im Hinterkopf geistert immer noch der Spruch des Orakels umher und treibt sein Unwesen.

„… Ein Fremder schleicht Richtung Badezimmer – mit einem Messer in der Hand!
Grusel! Schrei! Schock!…“

Ich bin auf den Seiten von SourceForge angekommen, und freue mich über die Stud.IP-Downloadzahlen. Die Version 1.5 ist seit 4 Wochen online und wurde bereits 400 mal herunter geladen. Die vorherige Version hat es auf über 3000 Downloads geschafft. Plötzlich habe ich einen Satz von der letzten Tagung wieder im Ohr, ich glaube, er war von Marco:
„Es gibt ca. 60 bekannte Stud.IP Installationen.“

400 – 3000 – 60 – sechzig, dreitausend bzw. vierhundert.

Die Zahlen passen doch irgendwie nicht zueinander. Da ist eine Differenz von 340 bzw. sogar 2940. Ich bekomme eine Gänsehaut – die Nackenhaare stellen sich auf. Sie können doch nicht zu Dutzenden von schwarzen Krähen angefallen oder schlimmer noch hinter Duschvorhängen … ich kann gar nicht dran denken. Tausend Gedanken schwirren mir plötzlich durch den Kopf. Irgend jemand lädt da junge ahnungslose Stud.IP’s herunter und lässt sie verschwinden. Gibt es irgendwo ein schwarzes Loch in den Weiten des Internets, in das sie wie die Lemminge einer nach dem anderen hineinmarschieren? Oder steckt da etwa die Konkurrenz dahinter? Aber nein, so verzweifelt kann sie doch noch nicht sein, dass sie Stud.IP’s fängt und für Experimente in kleine Käfige steckt, verkabelt und beobachtet?
Schnell bin ich bei google und fange an zu suchen. Aber was ich auch eingebe, es werden nicht wirklich mehr … Als letzten Versuch richte ich eine Mailadresse ein:

stud.ip-bitte-melde-dich@sw.fh-jena.de

vielleicht haben es ja doch ein paar geschafft und konnten sich befreien und/oder entkommen …
Voller Frust beiße ich den Orakelbären erst den Kopf ab und verschlinge sie dann ganz.
So, selbst schuld! 😉

6 Gedanken zu „Wo seid ihr?

  1. Marco Bohnsack

    Wir sollten doch mal irgendeine Art von Trackback-Mechanismus einbauen. So wie bei ILIAS, wo man irgendwann gefragt wird, ob man seine Installation an die Referenzseite melden möchte.

  2. Cornelis Kater

    Haben wir doch. Aber geheim. Ihr wisst schon, wie der geht… 😉

  3. Giovanna Campanella

    Hallo,
    toller Beitrag im Blog! Doch ich möchte kurz mal zu der neuen Version von Stud.ip etwas sagen:
    Sie hat verdammt viele Fehler, die früher *nicht* waren!
    Es sind meistens Kleinigkeiten… aber sie stören einfach!
    Wohin sollten denn die Beobachtungen gehen?
    LG, Giovanna

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