Archiv der Kategorie: Weite Welt

Stud.IP vor Ort

Stud.IP ist Millionen wert!

Der große Vorteil von Open-Source-Projekten ist die dahinterstehende Manpower. Durch die Mitwirkung vieler Freiwilliger fließen mehr Personenstunden in den Code und das Testing, als ein einzelnes Unternehmen es sich jemals leisten könnte.
Nunja, vielleicht mit Ausnahme von MicroSoft und Google.

Nehmen wir mal an, ein Unternehmen möchte Stud.IP nachprogrammieren.
Von Grund auf.
Was müsste dafür investiert werden?
Die Antwort liefert OhlOH, ein Web 2.0-Service der lustigeren Sorte. OhlOh wird mit den Daten eines Entwicklungssystem gefüttert.

Ein solches Entwicklungs- oder Versionsverwaltungssystem muss man sich wie eine Werft vorstellen. Darin liegt die Software (das Schiff) im Trockendock. Alle Entwickler arbeiten daran, verbessern hier was, fügen dort neue Teile hinzu oder schrauben einfach ein wenig herum. Dabei steht der Werftvorarbeiter hinter den Schraubern und protokolliert jede einzelne Änderung akribisch auf seinem Klemmbrett. Sollt nun durch ungeschickte Schrauberei das Heck des Schiffes versehentlich explodieren, kann der Vorarbeiter alarmiert und auf Knopfdruck alle Änderungen rückgängig gemacht werden um den alten Zustand wieder herzustellen.
Die Werft kann noch mehr, aber das interessiert hier gerade nicht.
Wichtig ist, dass in dem Entwicklungssystem der gesamte Code liegt, sowie die Informationen wer-was-wann-wo-gemacht hat.

OhlOh wertet Informationen von Entwicklungssystemen (unseres heist übrigens SUBVERSION – wie auch sonst, knick-knack, sie wissen schon) aus und stellt die Ergebnisse zur Verfügung.
Dennis Reill, vormals Mitglied der Stud.IP CoreGroup, hat OhlOh mal mit den Daten des Stud.IP-Versionsverwaltungs- und Entwicklungssystems gefüttert. Die Ergebnisse sind durchaus interessant und führen einem mal wieder vor Augen, wieviel eigentlich in Stud.IP steckt.

Um auf die Frage zurückzukommen, was man investieren müsste um Stud.IP neu zu schaffen:
Stud.IP soll, allein von der investierten Arbeitszeit her, 4.6 Millionen Dollar wert sein. Das entspricht etwa 3.407.750 Euro (oder 345.887.800 Angolanischer Kwanza).
Zumindest wenn man davon ausgeht, dass ein Programmierer rund 50.000 US-Dollar pro Jahr verdient. Tatsächlich sind deutsche Programmierer besser bezahlt als Ihre amerikanischen Kollegen. Nimmt man die c´t-Gehaltsstudie für Angestellte als Grundlage, kommt man bei einem durchschnittlichen Gehalt auf einen Wert von rund 4,8 Millionen Euro (das entspricht rund 428.404.541 Bangladeschischer Taka).
Beeindruckend, nicht wahr?

Man bräuchte rund 84 Mannjahre an Arbeitszeit, rechnet OhlOh aus, um die 320.000 Zeilen Code nachzuprogrammieren. Außerdem stellt die Seite gleich noch ein Zeugnis für das Projekt aus, prophezeit die Zukunft und gibt Statistiken an, wer wohl der fleissigste Programmierer ist.

Alles in allem ein netter Spaß, den sich jeder mal ansehen sollte: http://www.ohloh.net/projects/5227
Für den Fall, dass jetzt jemand auf die Idee kommt uns kaufen zu wollen: inkl. aller NICHT im Subversion erfassten Tätigkeiten dürfte Stud.IP rund 15 Millionen Euro wert sein.
Runden sie auf 20 und wir kommen ins Geschäft.
Vielleicht 😉

Hilfe!

Das neue Semester steht vor der Tür und damit auch jede Menge neuer Nutzer an den Hochschulstandorten.
Gerade zum Studienbeginn ist das Leben kompliziert und hektisch, Orientierung in der fremden Welt fällt schwer.
Und dann gibt es da noch dieses Dings, diese Lernplattform mit dem ulkigen Namen, wo man sich anmelden muss, weil man sonst keine Veranstaltungen belegen kann. Aber wie kommt man in dieses Stud.IP-Dingens nur rein? Wo bekomme ich das Passwort her, wo in den Weiten des Netzes ist der LogIn? Auf www.studip.de kann ich nirgendwo ein Passwort eingeben?!

Dabei kann alles ganz einfach sein, wenn man folgendes weiß:
Stud.IP wird nicht zentral betrieben. Weder von data-quest noch von sonstwem. Klar leistet data-quest auch Support, aber nicht für „Endkunden“ – wir haben in der Regel keinen Zugriff auf die Administrationsfunktionen der Standorte und können, selbst wenn wir wollten und es noch so dringend ist, keine Passwörter für, sagen wir mal, die Uni Trier verschicken.

Jede Hochschule, die Stud.IP einsetzt, hat eine eigene Installation, in der Regel im zuständigen Rechenzentrum. Und genau dort sitzen auch die Ansprechpartner, die bei Fragen weiterhelfen können.

Um es etwas einfacher zu machen, hier eine FAQ für neue Nutzer:

Hilfe-FAQ

Frage: Woher weiß ich, welches Stud.IP das richtige für mich ist?
Antwort: Unter www.studip.de gibt es Links zu fast allen uns bekannten Standorten. Wählen Sie in der Drop-Down-Liste die Stadt aus in der Sie studieren und klicken Sie auf „GO“ um zur Startseite des Stud.IPs vor Ort zu gelangen. Bitte beachten Sie, dass es teilweise mehr als ein Stud.IP pro Standort gibt: in Osnabrück haben Sie die Wahl zwischen dem Stud.IP der Fachhochschule oder der Universität.

Frage: Ich bin auf der Startseite des richtigen Stud.IPs. Und nun?
Antwort: Der Zugang zu Stud.IP kann unterschiedlich sein:
1. Wenn Ihr Stud.IP „offen“ ist, müssen Sie sich zunächst online registrieren. Haben Sie die Registrierungsformulare ausgefüllt und abgesendet, rufen Sie Ihre E-Mails ab: Stud.IP hat Ihnen eine Bestätigungsmail zugesandt, in der es einen langen Link gibt. Klicken Sie den an und loggen Sie sich mit Nutzername und Passwort ein. Jetzt können Sie Stud.IP nutzen.

2. Oft sind Stud.IPs an sog. „zentrale Authentifizierungsdienste“ angeschlossen. Diese ermöglichen es, dass Sie nur einen Nutzernamen und ein Passwort für alle Dienste und Systeme der Hochschule bekommen. Sie erkennen ein geschlossenes Stud.IP daran, dass es auf der Startseite zwar den Button „LogIn“ gibt, die Option „Registrieren“ fehlt aber.

Frage: Woher bekomme ich ein Passwort für ein „geschlossenes“ Stud.IP?
Antwort: Das ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. In der Regel sind auf der Startseite geschlossener Systeme Hinweistexte zu finden, wie Sie an ein Passwort kommen. Manche Hochschulen verschicken vor Beginn des Studiums Briefe, in denen Zugangsdaten stehen. Bei anderen muss man im Rechenzentrum vorbeischauen und ein Formular ausfüllen um einen Hochschulaccount zu bekommen.

Frage: Ich finde keinen Hinweis darauf, woher ich meine Zugangdaten bekommen soll! An wen kann ich mich wenden?
Antwort: An die Ansprechpartner vor Ort.

Frage: Woher weiß ich, wer meine Ansprechpartner sind?
Antwort: Klicken Sie auf der Startseite Ihres Stud.IPs auf das Stud.IP-Logo in der Kopfzeile (ganz oben). Sie kommen dann in den meisten Fällen zum Impressum, in dem die Mailadressen der Ansprechpartner hinterlegt sind.

Frage: Mail schreiben dauert mir zu lange oder das Impressum ist in meinem Stud.IP abgeschaltet. Was nun?
Antwort: Unter diesem Link finden Sie Ansprechpartner z.T. mit Telefonnummern. Manche Hochschulen haben bereits Hotlines für Fragen zu Stud.IP.

Frage: OK, ich bin im richtigen Stud.IP. Wie komme ich nun an meine Kurse?
Antwort: Das verrät Ihnen die Hilfe zu Stud.IP. Einfach auf das Fragezeichen in der Kopfleiste klicken oder auf http://hilfe.studip.de nachschauen. Wie man Veranstaltungen sucht und sich dafür anmeldet steht hier.

Frage: Ich weiß immer noch nicht an wen ich mich wenden soll!?!
Antwort: Es gibt eine allgemeine Mailingliste, die weiterhelfen kann wenn alles andere versagt. Schreiben Sie Ihr Problem unter Angabe Ihres Standortes (!) an studip-users@lists.sourceforge.net.

Frage: Ich habe Verbesserungsvorschläge oder ganz allgemeine Fragen zu Stud.IP. Wohin damit?
Antwort: Auf den Anwender- und Entwicklerserver. Unter http://develop.studip.de treiben sich alle Entwickler von Stud.IP herum, hier können Fragen und Anregungen gepostet werden.

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Damit jeder weiß, wann es losgeht

Es sind ja immer die gleichen Fragen, die an den Support-Hotlines auflaufen. Eine der beliebtesten: »Wann fängt eigentlich das Semester wieder an?« Oder, in der selbstverständlich viel wichtigeren Form: »Wann sind endlich Ferien?«

Freilich ließe sich diese Information den Terminlisten und Ablaufplänen jeder Lehrveranstaltung entnehmen, aber dort wird sie offensichtlich nicht gesucht. An der Uni Osnabrück haben wir einen kleinen Schritt unternommen, die Semestertermine sichtbarer zu machen. Alle Studierenden sind – solange sie sich nicht austragen – im Feedbackforum eingetragen. Also haben wir dort für den Beginn und das Ende der Vorlesungszeit ganztägige Termine angelegt. Und schon hat jeder für den 10. April 2007 groß in seinem persönlichen Terminkalender stehen: »Beginn der Lehrveranstaltungen«. Und, für alle Uni-Osnabrücker schonmal zum Vorfreuen, am 14. Juli 2007: »Ende der Lehrveranstaltungen«

Hilfe für die Hilfe

Die zentrale Stud.IP-Hilfe

Die neue Stud.IP-Online-Hilfe

Seit dem letzten Release (Version 1.4) gibt es eine neue Online-Hilfe. Wurde früher die gesamte Hilfe zusammen mit Stud.IP ausgeliefert und lokal installiert, gibt es jetzt eine gemeinsame, zentrale Hilfe für alle Installationen.

Einerseits ist das großartig: Änderungen an der Hilfe sind gleich für alle Standorte verfügbar und Doppelarbeit bei der Überarbeitung der Hilfe entfällt. Andererseits ist das nicht so großartig: Was ist mit lokalen Anpassungen? Den Hinweisen auf die hervorragende Hotline der Uni Düsselburg oder den ganz speziellen Regelungen bei Anmeldungen in Oldenschweig? Für diese Probleme wurde eine Lösung gefunden: Jeder Standort kann eine eigene Sicht auf die Zentralhilfe bekommen, in der nur die Informationen abweichend eingegeben werden müssen, die tatsächlich abweichend sind. Der Rest aktualisiert sich automatisch. Bislang machen sieben Hochschulen davon Gebrauch, Tendenz steigend.

Der guten Nachrichten ist aber noch kein Ende: Du kannst mithelfen, die Hilfe zu verbessern. Ja, du, genau du, der du diesen Satz jetzt liest! Klick einfach auf „Seite bearbeiten“ und leg los. Das ist nicht schwierig, macht Spaß und beliebt. Um Spam und grobe Fehler zu vermeiden, wird deine Änderung dann allerdings nicht sofort aktiv, sondern muss von einem Admin noch publiziert werden. Aber keine Angst: Gute Arbeit lohnt sich immer und auch kleine Korrekturen, Ergänzungen etc. sind hochwillkommen. Denn: Es gibt immer etwas zu verbessern!

Die URL für den Direktzugriff: hilfe.studip.de.

Stud.IP auf der LearnTec

Na sowas, schon wieder ein Jahr rum…

…und schon wieder geht es auf nach Karlsruhe!
Stud.IP wird von data-quest auf der Learntec 2007 präsentiert. Natürlich auch diesmal mit vielen Neuigkeiten, leckeren Keksen und einem Novum: wir haben einen Mitausteller am Stand.
Die Vorbereitungen laufen schon, und täglich steigt die Spannung.
Ich freue mich auf die Messe. Drei Tage Rummel und Mund fusselig reden, Kontakte knüpfen und Mitbewerber ärgern („Ihr wollt WIEVIEL Lizenzgebühren für $Programm? Stud.IP kann das schon seit Jahren drei Mal besser, sieht schicker aus und kostet NICHTS!“ – Spätestens hier gibt es dann entweder betretene oder wütende Mienen).

Ärgerlich: Gerade, wo wir (Peter Thienel und ich) uns in der Schwarzwaldhalle im Zentrum von Karlsruhe so richtig heimisch gefühlt haben und die besten Locations für das Abendprogramm ausgekundschaftet waren – da werden Messe und Kongress verlegt!
Wiederfinden tut man sie ein gutes Stück ausserhalb, im Industriegebiet südwestlich von Karlsruhe.

Neben der ewigen Frage „Schafft mein Auto es noch einmal nach Baden-Württemberg und zurück?“ ist nun also wieder die Problematik aktuell, die wir als erledigt betrachtet hatten: „Wie oft werden wir uns verfahren, bis wir die Messe gefunden haben?“

Mission critcal

Letzte Woche durften wir uns noch anhören, dass ein Unterschied zwischen den USA – die ja bekanntlich schon viel weiter sind, bei allem – und Deutschland darin bestehe, dass Lernplattformen drüben mission critical und darum ganz wichtig seien, hüben aber nicht. Was macht es also schon, wenn in Good Old Germany ein Server ausfällt? Hier das Protokoll…

Ort:
Zentrum zur Unterstützung virtueller Lehre der Universität Osnabrück.
Zeit:
Zweiter Tag des Wintersemesters, vormittags.
Beteiligte:
210 NutzerInnen, die sich gerade in Stud.IP tummeln; die MitarbeiterInnen des virtUOS; das Rechenzentrum.
11:40:15
Das Stud.IP der Uni Osnabrück produziert vorwarnungslos nur noch einen weißen Bildschirm.
11:40:17
Drei Büros weiter ein Schrei: Hilfe, wo sind meine Termine?!
11:40:18
Eine Hilfskraft vom Support steht in meiner Tür: Stud.IP tut nicht mehr!
11:40:19
Überall im virtUOS beginnen Telefone zu klingeln.
11:40:21
Anruf im Rechenzentrum: Besetzt.
11:40:25
Die Arbeit im virtUOS kommt zum Erliegen. An allen Apparaten wird die gleiche Auskunft gegeben: Wir wissen noch nicht, was passiert ist, es wird aber sicherlich gleich wieder funktionieren.
11:40:30
Drei Büros weiter ein Schrei: Meine Termine sind wichtig!
11:40:35
Eine Menschentraube schart sich um den Supporttresen.
11:40:44
Stud.IP funktioniert wieder.
11:40:58
Rückruf aus dem Rechenzentrum: Das waren nur 30 Sekunden! Nur 30 Sekunden! Nicht aufregen!
11:41:00
Weiterhin Anrufe, die jetzt mit dem Hinweis: Es läuft schon wieder. beantwortet werden können.
11:44:20
Die Arbeit im virtUOS normalisiert sich wieder.

Grund für den Ausfall: Beim Umstellen der LDAP-Authentifizierung auf einen anderen Systemaccount hatte sich ein Syntaxfehler in die Datei local.inc eingeschlichen und wurde sofort korrigiert.

Mission kann weitergehen.

Rage against the machine

Manchmal baut sich Frust auf, der sich (oft ungerechtfertigter Weise) gegen Stud.IP richtet und dann irgendwo hin muß – aber warum ausgerechnet an meine Adresse? Seit gestern Abend werde ich von erbosten Studierenden einer Installation mit Mails und Anrufen überschwemmt. Da ich mittlerweile nicht mehr alle beantworten kann, nun eine Erklärung per Blog.

Die aufgeregteste Mail traf letzte Nacht ein – und ich kann den Frust, der darin zum Ausdruck kommt, gut nachvollziehen:

Hallo Herr Bohnsack, die Dauer des Aufbaus der Internetseiten für die Anmeldung für die einzelnen Vorlesungen ist eine einzige Katastrophe! Was wollen Sie Ihren Studierenden denn noch zumuten? Wann sollen sie denn noch Zeit zum Studieren haben, wenn sie stundenlang am PC hocken müssen, um sich für die einzelnen Vorlesungen anzumelden? Werden hierfür Studiengebühren gezahlt? Das ist doch wohl ein Witz, oder?
(…)
Sitze seit 20 Uhr am PC und versuche, mich für eine Vorlesung anzumelden!!! Das darf doch nicht wahr sein!!!! Mit der Anmeldung hat es natürlich nicht geklappt. Es wird Zeit, daß Sie sich Alternativlösungen für die Studis einfallen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Dazu sollte man unbedingt wissen, dass Stud.IP KEIN monolithisches System ist, dass von data-quest für alle Hochschulen betrieben wird.

Stud.IP ist Open-Source-Software.
Jede Hochschule nutzt die Software nur für sich, deshalb gibt es nicht eine, sondern über 60 Installationen allein in Deutschland. data-quest ist eine Firma, die Support und Beratung anbietet, aber KEINEN unmittelbaren Einfluss auf die eingesetzte Hardware an den einzelnen Standorte hat und auch nicht für die Workflows der Hochschulen veranwtortlich ist.

Für Beschwerden und Nachfragen sind IMMER die Administratoren vor Ort zuständig!

Meist sind solche Frusterlebnisse wie das in der zitierten Mail ohnehin nicht nur in unterdimensionierter Hardware begründet – oft kommt einfach noch ein Fehler in der Organisation dazu, gerade am Anfang eines Semesters.

Man stelle sich vor, verschiedene Fächer mit zusammen 5000 Studierenden sagen „So, liebe Leute, jetzt meldet Euch für unsere Veranstaltungen an. Das geht von heute Abend um 20 Uhr bis morgen um 12 Uhr, wer sich bis dahin nicht eingtragen hat, bekommt auch keinen Platz.“

Die Folgen kann man sich auch mit wenig Phantasie ausmalen: muss der Stud.IP-Server sonst vielleicht nur 50-80 User gleichzeitig bedienen, bricht er nun unter dem Ansturm von 5.000 Leuten zusammen.

data-quest hilft und berät die einzelnen Hochschulen gerne, um solche Situationen zu vermeiden, denn das lässt sich mit geschicktem Timing und einigen Optimierungen alles in den Griff bekommen.

Im konkreten Fall wussten die Kollegen des betreffenden Standortes aber genau was sie taten, und hätten sich alle weiteren Beteiligten an die Spielregeln gehalten, hätte es dieses Erlebnis gar nicht erst gegeben.

Denoch ist klar: der Verfasser der obigen Mail hat, auch wenn der Tonfall unpassend und ich der falsche Adressat war, im Kern recht: sowas soll und darf nicht passieren.

Aber „an der Hochschule ist es wie auf der Autobahn“, pflegt ein Bekannter immer zu sagen: „Einer schert immer raus“ – und genau diese Renegaten haben jetzt eine ganze Hochschule in Chaos und Frust gestürzt.

Das ist mehr als Schade, weil auch Stud.IP dadurch einen schlechten Ruf bekommt – und der Erfolg des Systems beruht ja gerade auf der Tatsache, dass es unter Studierenden einen guten Ruf hat.

Monsters in Münster

Wieder zurück vom CampusSource-Workshop!

Ja, es war launig – drei Tage lang Vorträge zu aktuellen E-Learnig-Szenarien, zwei Tage lang Ausstellung der CampusSource-Developers (zu denen Stud.IP natürlich auch zählt), einen Tag Vorstellung der Neuheiten der Systeme, eine Nacht lang Spaß, nebenbei nette Leute wie Herrn D. und Frau M. aus dem H., Herrn E., Frau T. und Herrn TT aus OS und Frau W. aus H. an der T. wieder getroffen.
Allgemein: weniger Beteiligung als im letzten Jahr – und die Messe war mehr als ernüchternd.
Aber der Reihe nach:

Der CampusSource-Workshop sollte aus drei Teilen bestehen: Vorstellungen der Systemneuheiten, Vorträgen zu E-Learnig & der Austellung der CS-Entwickler.

Schön: alle CampusSource-Entwicklungen (9 Plattformen, 8 Tools) waren vertreten.
Weniger schön: am ersten von drei Tagen sollten die Neuigkeiten ALLER CS-Systeme vorgestellt werden.

Dummerweise hielt sich auch kaum jemand an die Vorgabe von 15 Minuten pro System – in epischer Breite wurde bis zu 35 Folien aufgelegt, zu jeder Folie mindestens 3 Minuten gesprochen, die Software in jeder Einzelheit (jawohl, wir sind jetzt Datenbankbasiert!) gepriesen – den Verzug im Zeitplan mag man sich vorstellen, genau wie die Verstimmung des Publikums, welches irgendwann schlicht die Grenzen der Aufnahmekapazität erreichte.

Einzig die Vorträge von ComSy und Stud.IP haben sich an die Abmachung (15 Minuten, nur Neuheiten) gehalten und schon allein dadurch einen guten Eindruck hinterlassen.

Gerade unserer hat dennoch gute Resonanz hervorgerufen, nicht nur, weil er kurz war und vermittels belustigernder Illustrationen am Einschlafen hinderte, sondern weil das Thema „E-Learning und Recht“ eingige aufrüttelte. Gerade „Unsichtbarkeit von Nutzern“ war für diejenigen interessant, die schon gemerkt haben, dass es sowas wie Datenschutz gibt.

Für eine atemlose Pause im Saal sorgete noch die mysteriöse Ankündigung, dass eines der „NEXT BIG THINGs“ von Stud.IP sehr interessant für all diejeingen seinn könnte, die HIS-Produkte noch nicht einsetzen oder davon weg wollen.

Apropos HIS: Herr Dr. Hübner war ebenfalls in Münster und hielt einen sehr bewegenden Vortrag über die HIS-Pläne bis 2010 und darüber hinaus.
Da eine der HIS-Prinzipien iterative und kundenorientierte Workflows sind, gab es allerdings keine Termine (verbindliche oder unverbindliche) für irgendwelche Entwicklungen zu vermelden. Termine gehen zu Lasten der Qualität der Software, und das will doch niemand.
– den Quantensprungzeitbeschleuniger hat halt noch niemand erfunden.

Sehr interessant war der Austausch mit Kollegen: was so in Kamerun und den USA abgeht ist mehr als griffig, von deren Überlegungen können sogar aktuelle Projekte zwischen Wiehengebirge und Witzenhausen profitieren.
Und auch zwischen den deutschen OS-Plattformen kann sich noch Spannendes ergeben (Stichwort: deutsches Sakai-Projekt).

Von daher hat sich diese Außenmission gelohnt – dummerweise hat sich kaum einer der Teilnehmenden für die Ausstellung interessiert- unser schnuckiger Messestand war daher vermutlich umsonst. Ach ja, wo wir gerade bei Stand und Organisation sind: die funktionierte wirklich reibungslos – ein großes Lob an die Organisatoren, insbesondere an den unersetzbaren Stefan Neveling und sein Team helfender Hände.

Dirk is gone


Andere haben es auch erkannt…

Etwas Besseres konnte uns gar nicht passieren, vor dreieinhalb Jahren, als wir Stud.IP für die Uni Osnabrück entdeckt haben und tatkräftige, vor allem aber begeisterte Hände suchten, die bei der Verbreitung mithelfen. „Ihr habt doch den Dirk“, erklärte mir Ralf Stockmann gleich beim ersten Telefongespräch.

Also haben wir Dirk als Hilfskraft eingestellt. Der hatte nämlich vorher in Göttingen studiert, Blut geleckt und dann in Osnabrück auf eigene Faust versucht, ein ganzes Fach auf die Seite des Guten und Schönen zu ziehen. Das ist ihm auch mit flammendem Eifer und kaum zu bändigender Begeisterung überraschend gut gelungen. Solche Leute muss man erstmal haben, haben wir uns gedacht und ihn gerne auf ahnungslose Dozenten und noch unbekehrte Studierende losgelassen.

Jetzt hat Dirk sein Studium erfolgreich abgeschlossen und einen Referendariatsplatz bekommen. Ein Verlust für uns, auch wenn wir ihm persönlich natürlich alles Gute wünschen. Und wer weiß, ob nicht demnächst eine niedersächsische Berufsschule aus heiterem Himmel den dringenden Wunsch entwickelt, Stud.IP nutzen zu wollen. Nein: zu müssen!

Viel Erfolg, Dirk, und vergiss uns nicht!

Für Dozenten der Uni Osnabrück: Ein echtes, gedrucktes Handbuch

Als ich jüngst wieder einmal in den alten Schriften des Herrn Fontane blätterte und mich umgehend wohlig eingetaucht fand in andere Gegenden, das Fremde mir allein durch der Worte Kraft so vertraut wurde, wie mein Heimatort, da fragte ich mich seufzend: Warum gibt es so etwas eigentlich nicht über Stud.IP:

Im Norden des Schirmes, hart an der browserschen Grenze, zieht sich von dem einsamen Häuschen bis zur Logoinsel hin (und noch darüber hinaus) eine mehrere Meilen lange Kopfzeile durch eine menschenarme, nur hie und da mit ein paar rot blinkenden Flecken, sonst aber ausschließlich mit grau-blauen Icons, weißen Schriftzügen und kräftig blauen Topicbars besetzte Ebene.

Nun muss ich sagen: Zum Glück (für mich und nicht zuletzt die Leserinnen und Leser) hat sich jemand anderes gefunden und mit Begeisterung den Großteil der Aufgabe übernommen, ein gleichermaßen informatives wie spannendes Stud.IP-Dozentenhandbuch für die Uni Osnabrück zusammenzutragen und zu redigieren. Ein großes Dankeschön an Kristine Greßhöner dafür! Natürlich auch an all die vielen anderen virtUOS-Hilfskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Autoren der zu Grunde liegenden Stud.IP-Online-Hilfe. Entstanden ist das Buch komplett in einem Wiki, genauer gesagt einer pmwiki-Installation, die sich für diesen Zweck sehr bewährt hat.

Heute – das der Anlass für diesen Beitrag – habe ich mit Freude und ein wenig Stolz den letzten (naja: ziemlich letzten) Korrekturlesedurchgang durch das nun vollständige, erstauflagenbereite, fertige Manuskript abgeschlossen. Jetzt wird es von fleißigen Händen durch media2mult gejagt und dem universitätseigenen epOs-media-Verlag übergeben, der das ganze zum Selbstkostenpreis druckt und eine HTML-Fassung frei zugänglich ins Netz stellt.

Schön. Nun haben die Osnabrücker Uni-Dozenten demnächst ein gedrucktes Handbuch. Was hat der Rest der Stud.IP-Welt davon? Das Handbuch unverändert zu übernehmen ist nur in Grenzen sinnvoll, da wir sehr viele komplexe Prozesse von der Veranstaltungsplanung über die Produktion von Veranstaltungs- und Personenverzeichnissen bis hin zur Raumverwaltung über Stud.IP abwickeln und einen Teil der Funktionen vor dem Hintergrund dieser Prozesse beschreiben. Zum Teil sind die überarbeiteten Texte aber schon in die neue Stud.IP-Hilfe eingeflossen, weitere werden folgen. Und wenn das Interesse groß genug ist, werden wir auch über eine standortunabhängige Fassung nachdenken. Die jetzt entstandene Fassung wird auf jeden Fall unter einer geeigneten Lizenz frei verfügbar und weiterverwendbar sein.

So bleibt mir zum Schluss noch, etwas Appetit zu machen auf das Handbuch und – Weltpremiere! – die Einleitung vorabzudrucken.

Die Einleitung

Stud.IP ist an der Universität Osnabrück zu einem alltäglich verwendeten Werkzeug geworden. Ob es um die Planung des Lehrangebots, die Organisation von Lehrveranstaltungen oder die Kommunikation mit Studierenden geht – Stud.IP vereinigt viele Arbeitsabläufe in einer Plattform und ermöglicht es bei korrekter Nutzung, Zeit zu sparen, den Überblick zu behalten und den Studierenden besseren Service zu bieten.

Viele Funktionen, das bedeutet allerdings auch komplexere Handhabung. Obwohl die Entwickler sich immer bemühen, das System so intuitiv und übersichtlich wie möglich zu gestalten, gibt es doch den einen oder anderen Trick, die eine oder andere Abkürzung oder die eine oder andere Funktion, die einer kurzen Erläuterung bedarf. Die Online-Hilfe, die Ihnen bei den meisten Aufgaben hilfreich zur Seite steht, wurde gerade überarbeitet und aktualisiert.

Manchmal möchten Sie aber auch im Zusammenhang nachlesen, wie eine Funktion verwendet werden kann, möchten etwas Gedrucktes zum Schmökern und Durchblättern in der Hand halten. Unsere Erfahrungen in der Benutzerbetreuung haben uns gezeigt, dass sich viele, gerade gelegentliche oder unsichere Nutzer mit einem gedruckten Handbuch wohler fühlen würden.

Deshalb haben wir – auf Basis der Online-Hilfe, aber dem veränderten Medium angepasst – ein gedrucktes Handbuch für Stud.IP erstellt, das sich vor allem an Lehrende richtet und auch auf Osnabrücker Besonderheiten eingeht. Wir möchten Ihnen problemorientierte Lösungen für ihre Lehre bieten, verschiedene Einsatzmöglichkeiten aufzeigen und schließlich auch Tipps und Hinweise für schon fortgeschrittene Nutzer geben.

Wir freuen uns über Ihre kritischen Rückmeldungen zu diesem Handbuch. Wir werden regelmäßig aktualisierte Auflagen herausgeben, so dass Ihre Anregungen, Wünsche und Anmerkungen den anderen Lesern zugute kommen. Für alle offen bleibenden Fragen gilt ebenso: Wenden Sie sich an uns, wir werden Ihre Fragen dann im persönlichen Kontakt klären.

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß und vor allem Erfolg bei der Arbeit mit Stud.IP und hoffen, dass unser Handbuch Sie dabei sinnvoll unterstützt.